The Downward Spiral Redux / The Best Of Nine Inch Nails Redux

| 25. November 2025 | 0 Comments
The Downward Spiral Redux / The Best Of Nine Inch Nails Redux

(c) Magnetic Eye Records

Die Redux-Serie von Magnetic Eye Records feiert rundes Jubiläum und geht in die bereits zehnte Auflage. Einmal mehr fanden allerlei Bands zusammen, um ein komplettes Album einer Band sowie diverse weitere Klassiker einzuspielen. Dieses Mal rücken Nine Inch Nails und „The Downward Spiral“, das vergangenes Jahr den Dreißiger feierte, in den Mittelpunkt. Gleich 27 neue Versionen auf zwei CDs holen das bahnbrechende Werk in die Gegenwart. Selbstverständlich gehen „The Downward Spiral Redux“ und „The Best Of Nine Inch Nails Redux“ weit über etwaige Industrial-Grenzen hinaus.

Für die Neuinterpretation von „The Downward Spiral“ konnte eine spannende Ansammlung an Bands gewonnen werden. Der gallige, überdrehte Sludge-Punk von Black Tusk mimt im eröffnenden „Mr. Self Destruct“ den Dampfhammer und dreht ebenso am Rad wie „Big Man With A Gun“ von John Cxnnor und Hexa zum technoiden Sperrfeuer mutiert. Dass sich Author & Punisher in Industrial-Gefilden wohlfühlen, überrascht kaum: Ihr „Reptile“ geht unter die Haut, wie auch der Sludge-Doom von Daevar, die „Closer“ ebenso an sich reißen wie das Grin mit „Heresy“ tun. Und Between The Buried And Me dürfen sich damit trösten, eine fantastische und immerhin die drittbeste Version von „Hurt“ aufgenommen zu haben – angesichts der legendären ‚Konkurrenz‘ mehr als beachtenswert.

Die Best-of-Schiene deckt hingegen weite Teile des sonstigen Schaffens von Nine Inch Nails ab. So widmen sich die Post-Metal-Giganten The Ocean „Even Deeper“ (von „The Fragile“) und finden dort ebenso ihren eigenen Zugang wie The Moth Gatherer in einer bedrohlichen, entschleunigten Version von „The Hand That Feeds“, die Hören und Sehen vergessen lässt. Hingegen steigt Marissa Nadler einmal mehr in mystische Gefilde hinab und verpasst „The Great Below“ dezenten Gothic-Anstrich. Die boshafte Sludge-Version von „Head Like A Hole“ aus der Feder von Blue Heron ist gewiss gewöhnungsbedürftig, zündet dafür mit Verzögerung doppelt und dreifach. Dass die Progger Grayceon im direkten Anschluss „Right Where It Belongs“ sogar noch stärker reduzieren, passt im besten Sinne ins Bild.

Letztlich entsteht ein angenehm vertrautes Bild, das für die Redux-Serie typsich ist: Nicht jede Version ist ein Volltreffer, Durchhänger oder gar Ausfälle gibt es aber nicht. Diese clever kuratierte, sorgsam zusammengestellte Doppel-Compilation knüpft locker an die letzten Teile an und schafft es tatsächlich, den sehr eigentümlichen Sound der Nine Inch Nails (fast) nahtlos in eine Fülle an Genres zu entführen. Mal heavy, mal filigran, mal düster, mal geradezu energisch – auch dieser Zweiteiler verfehlt seine Wirkung nicht und lädt dazu ein, Klassiker neu zu entdecken, wie auch neue Bands und Stimmen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 28.11.2025
Erhältlich über: Magnetic Eye Records

Website: spkr.store
Facebook: www.facebook.com/MagneticEyeRecords

Teile diesen Artikel

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Category: Magazin, Reviews

Demonic-Nights.at - AKTUELLES