Angelus Apatrida – Hidden Evolution

| 16. Januar 2015 | 2 Comments
Angelus Apatrida

(c) Iñigo de Amescua

Zwar gibt es eine nicht verachtende Zahl an spanischen Thrash Metal-Bands, doch erst Angelus Apatrida vermochten dieser Stilrichtung ein gewisses Leben einzuhauchen. Mittlerweile ist das Quartett mit seinem Faible für klassische Heavy Metal-Melodik weit über die Landesgrenzen bekannt und tourt unnachgiebig durch die Lande. Das bereits fünfte Studioalbum „Hidden Evolution“ konzentriert sich stärker denn je auf Thrash und offenbart die volle Schlagkraft der Mannen aus Albacete.

Was die Video-Auskopplung „End Man“ bereits einigermaßen andeutete, kristallisiert sich im Album-Verlauf immer stärker heraus: Auch wenn sie nicht gänzlichen auf Heavy- und Speed-Metal-Elemente verzichten möchten, so konzentrieren sich Angelus Apatrida doch mehr denn je auf den Ursprung des Sounds. Es rumpelt, scheppert und thrasht ungemein; natürlich weiterhin mit jenem epischen, melodischen Einschlag, den unter anderem Hirax kultivieren.

Zu den Leckerbissen zählt das mächtige „Architects“ mit seinem Midtempo-Hau, einer Prise Groove und unerwarteten, zerstörerischen Tempoverschärfungen. Selbst für ein herrlich kaputtes, abgedrehtes Speed-Solo findet sich Zeit. Im Titeltrack „Hidden Evolution“ treffen Heavy Metal-Referenzen auf Megadeth für eine ellenlange, nie enden wollende Hymne mit einem Chorus, der entfernt an „Trust“ erinnert – feines Ding. Garniert mit bärbeißiger, peitschender Härte („Immortal“) und flotter Labyrinth-Epik („Tug Of War“ – ein peitschendes Opus Magnus), bleiben kaum Wünsche offen.

Auch wenn die zweite Hälfte insgesamt ein wenig abfällt, so weiß „Hidden Evolution“ auch in seinen etwas schwächeren Momenten durch die Bank zu unterhalten. Die verstärkte Hinwendung zu Thrash Metal bekommt Angelus Apatrida sehr gut, zumal Freunde des etwas offeneren Sounds der letzten Platte auf eben jene Elemente ebenso wenig verzichten müssten. Somit bietet das fünfte Album das beste sämtlicher Welten und schwingt sich ganz munter zum bislang stärksten Werk der Spanier auf.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 16.01.2015
Erhätlich über: Century Media (Universal Music)

Website: www.angelusapatrida.com
Facebook: www.facebook.com/angelusapatrida

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Category: Magazin, Reviews

  • dawak

    Ich lese da nichts von einer „schlechten zweiten Hälfte“, bloß dass diese nicht ganz mit der ersten Hälfte mithalten kann. Was das beste Thrash-Album der letzten fünf Jahre betrifft: „Phantom Antichrist“ von Kreator. Das aber wirklich ‚mal locker‘. ;)

  • Slaytheevil

    hmm, welche schlechte 2 Hälfte. Die letzten 4 Nummern sind die stärksten des ganzen Albums. Bestes Thrash Metal Album der letzten 5 Jahre, sorry, aber das mal locker!!

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