Death Wolf – III: Östergötland

| 2. Dezember 2014 | 0 Comments
Death Wolf

(c) Century Media

Die Transformation von Death Wolf ist abgeschlossen. War der Wechsel des Bandnames (ehemals Devil’s Whorehouse) bloß der Anfang, so scheint das Quartett um Morgan Håkansson von Marduk nun auch musikalisch angekommen zu sein. Der Death Metal-Sound wurde längst verdickt und verdichtet, bewegt sich nun mehr und mehr Richtung Horror Punk und Doom Metal. Samhain, Motörhead und Black Sabbath werden als Anhaltspunkte im Vorfeld der Veröffentlichung von „III: Östergötland“ genannt.

Bedrohlich, erhaben und schmutzig ist das Ergebnis, unpoliert und ungewaschen, gleichermaßen be- und erdrückend. Wechselweise begeben sich Death Wolf in die Rumpelkammer oder lassen depressive Düster-Monster vom Stapel. Gerade die Album-Mitte hat zweitere Schwerenöter in Vielzahl, während es rundherum rumpelt: „Sea Wolf“, „Black Sunlight“, „Vikbolandet“, zwischendurch auch das hymnische „Wall Of Shields“ machen auf sich aufmerksam mit schlichten aber herrlich effektiven Mitteln – old school as fuck.

In eben jener Album-Mitte kehrt ein wenig Gleichförmigkeit ein, auch wenn diese Dark’n’Doom-Melange durchaus ihre starken Momente hat. Das zögerliche, quälende Intermezzo „Marching South“ mit seinem herrlich unproduzierten Schlagzeug macht Stimmung, „1658“ wird zum melodischen Gefühlskrieg mit ‚Swans-Vocals‘, wie sie Barney Greenway von Napalm Death nennen würde, und „Stegeborg“ erinnert mit seinem großartig intonierten, eingängigen Chorus stellenweise gar an Paradise Lost.

Freilich, durchgehend stimmig ist „III: Östergötland“ nicht, dafür fehlen dem Mittelteil Dynamik und Ausreißer in verschiedene Richtungen. Dennoch muss man Death Wolf Applaus für diesen konsequenten Störfunk spenden. Schlecht ist die Mischung keineswegs, die Aufteilung dieser knapp 43 Minuten ist aber Geschmacksache. Musikalisch gibt es dennoch wenig auszusetzen: starke Melodien, betörender Slow-Jam, rasiermesserscharfer Krach – gewohnt unterhaltsam und kaputt.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 05.12.2014
Erhätlich über: Century Media (Universal Music)

Website: www.deathwolf.net
Facebook: www.facebook.com/deathwolfcult

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Category: Magazin, Reviews

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