Windhand – Grief’s Infernal Flower

| 12. September 2015 | 0 Comments
Windhand

(c) Relapse Records

Was war das bloß für ein Relapse-Debüt von Windhand! „Soma“, vor fast auf den Tag genau zwei Jahren veröffentlicht, war verdammt nahe dran an Doom- / Drone-Perfektion mit smartem Stoner-Einschlag und Dorthia Cottrells unnachahmlicher, betörender Stimme. Der Überraschungseffekt ist dem Quintett aus Richmond, Virgina allerdings abhanden gekommen. Entsprechend unaufgeregt gestaltet sich der direkte Nachfolger „Grief’s Infernal Flower“ – oder doch nicht?

Am Rezept hat sich nichts geändert. Mit „Sparrow“ ist ein weiterer, deutlich kürzerer und leider auch ziemlich belangloser Folk-Track am Start, für den sich Cottrell lediglich von einer Akustik-Gitarre begleiten lässt – sicherlich nette Abwechslung, letztlich aber zu unscheinbar. Ähnliches serviert auch das abschließende „Aition“ – ein unterkühlter, semi-okkult angehauchter Abgang. Direkt davor warten gleich zwei jeweils über 14 Minuten lange Monolithen, die sämtliche Windhand-Register ziehen und mit ihrem dröhnenden Doom-Korsett abermals an Tombstones erinnern.

Gerade in diesen Monstrositäten liegt die Stärke der US-Amerikaner, es geht aber noch mächtiger. Der Opener „Two Urns“ packt so ziemlich alles, was Windhand ausmacht, in acht martialische Minuten. Cottrell schwebt und stapft abwechselnd über das monströse Arrangement, die Rhythmusabteilung treibt den Track stoisch und doch so variantenreich voran, während die beiden Gitarristen süßliche Stoner-Doom-Einflüsse neben bestens vertraute Drone-Wände packen.

Wenn es dann doch, für Windhand-Verhältnisse, etwas schneller und melodischer wird, so ist das jene willkommene Abwechslung, ja sogar annähernd jene Facette, die dringend benötigt wird: „Crypt Key“ wird zum sprichwörtlichen i-Tüpfelchen. Dennoch bleibt „Grief’s Infernal Flower“ einen Wimpernschlag hinter seinem Vorgänger zurück – mangelnder Überraschungseffekt und zwei enttäuschende Folk-Ausflüge sind der Grund. Windhand deswegen abzuschreiben, wäre jedoch töricht – rundherum wurde ein weiteres Doom-Mammut geschaffen, das mit gewohnter Stilsicherheit und einem Hauch Depression durch einen langen Herbst und Winter geleiten wird.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 18.09.2015
Erhätlich über: Relapse Records (Rough Trade)

Facebook: www.facebook.com/WindhandVA

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Category: Magazin, Reviews

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