Sabbath Assembly – Sabbath Assembly

| 11. September 2015 | 0 Comments
Sabbath Assembly

(c) Stefan Raduta

Für ihr fünftes Album kehren Sabbath Assembly wieder zu ihren Wurzeln in den 80er Jahren zurück. Die US-Formation sagt sich von der Theologie ihres Kults los und taucht in deutlich klassischere, okkulte Rock- und Metal-Gefilde mit süffiger Doom-Schlagseite ein, die so unter anderem natürlich an The Devil’s Blood erinnern. Schlicht „Sabbath Assembly“, so wie auch die Band, betitelt, werden Verlust und Trauerarbeit zum Hauptthema auserkoren.

Worum es geht, ist nur selten zu hören, auch wenn Doom natürlich Grundtenor dieser Platte ist. Die Fragilität hinter der Musik lässt sich am besten im abschließenden „Shadows Of Emptiness“ erkennen, für das Jamie Myers über weite Strecken nur von einer Akustik-Gitarre begleiten wird und ihre Stimmfarbe den Rest machen lässt. Freilich ist dieser folkige Abschluss gewöhnungsbedürftig, macht aber Sinn. Schließlich finden sich Spuren entsprechender Klänge über die gesamte Platte verteilt.

Hinter Myers baut sich eine mächtige Band auf, die mehr und mehr in einen Spielrausch gerät und, völlig losgelöst, am Rad dreht. „Only You“ ist gleichermaßen schwelgerisch wie rasant und heavy, geprägt durch präzise und doch beseelte Gitarrenarbeit und laufend explodierende Drummrolls. Der Opener „Risen From Below“ mit dezenter Pentagram-Huldigung fährt ein ähnliches Programm, wirkt sogar noch schwerfälliger, manchmal gar generisch.

An allzu originären Tropen und Melodiemustern darf man sich freilich nicht stören. Schon gar nicht am gänzlich ironiefrei vorgetragenen „Ave Satanas“, ohnehin einer der schwächeren Tracks. Füllmaterial bleibt die Ausnahme, darf aber nicht verschwiegen werden – es ist nicht alles Gold, was Teufels-Licks spielt. Dennoch unterhält das selbstbetitelte Werk von Sabbath Assembly mit kleinen Abstrichen, besinnt sich auf seine Wurzeln und hat so manch klassische Melodie an Bord, die Gänsehaut verbreitet und Angstschweiß auf die Stirn treibt – ein possierliches, nicht ganz fehlerfreies Okkult-Mahl.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 11.09.2015
Erhätlich über: Svart Records (Cargo Records)

Website: www.sabbathassembly.com
Facebook: www.facebook.com/SabbathAssembly

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Category: Magazin, Reviews

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