Planks – Perished Bodies

| 7. September 2015 | 0 Comments
Planks

(c) Golden Antenna Records

Schluss, aus, vorbei: Mit ihrem vierten Album in acht Jahren lösen sich Planks auf. Die Entscheidung fiel bereits Ende vergangenen Jahres mitten unter den Aufnahmen zum Nachfolger von „Funeral Mouth“, der dennoch – für den geneigten Hörer glücklicherweise – fertiggestellt wurde. „Perished Bodies“ stellt den Endpunkt einer Trilogie dar, für den Sänger, Gitarrist und Haupt-Songwriter Ralph Vergleiche mit der Evolution von The Cure bemüht. Der Höhepunkt ihres Schaffens, sozusagen das „Disintegration“ von Planks, ist es letztlich nicht ganz geworden.

Über 50 Minuten herrscht knisternde Spannung, eingerahmt von zweiteiligen „The Sacrifist“, ein herrlich passender Titel für die unorthodoxe und doch so beeindruckende musikalische Karriere des Mannheimer Trios. „Through Dirge And Death“, der erste der beiden Teile, ist es letztlich auch, der sogleich Spannung erzeugt und den Spagat der Herren zeigt, irgendwo zwischen Post-Metal bzw. -Hardcore, Black Metal, Doom, Alternative und Shoegaze.

Da kommen schon mal einige richtig großartige Momente heraus, zum Beispiel das selbstzerstörerische „Bliss In All Sorrows Found“ mit seinem geschickten Wechsel zwischen knisternder, fatalistischer Spannung und Dunkelkammer-Explosion. „Sadness In Our Ignorance“ wird zum unorthodox rumpelnden Post-Black-Metal-Exkurs mit beinahe obligatorischer Swans-Huldigung, während das knackige, druckvolle „Into Lifeless Embrace“ den Anti-Punk der jüngeren Therapy?-Vergangenheit in metallisch extreme Gewandungen hüllt.

„What Does Walking Away Leave Us?“, fragen Planks abschließend und lassen mit einer emotionalen, melancholischen Achterbahnfahrt der Gefühle ihre Karriere Revue passieren. „Perished Bodies“ ist sicherlich das abwechslungsreichste und doch pointierteste Werk ihrer Karriere, auch wenn es an den herausragend stürmischen, drängenden Vorgänger nicht ganz herankommt. Und doch wäre dieses Werk eigentlich, in einer gerechten Welt, ein flammendes Zukunftsversprechen, ein Hoffnungsträger für gleich mehrere Jahre. Nun sind Planks also Geschichte. Mögen sie in Frieden ruhen und mindestens ebenso attraktive Nachfolgeprojekte abwerfen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 11.09.2015
Erhätlich über: Golden Antenna Records (Broken Silence)

Facebook: www.facebook.com/pages/Planks/135871916462217

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Category: Magazin, Reviews

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