Ready, Set, Fall – Memento

| 19. Februar 2014 | 0 Comments

Ready, Set, Fall

Moderne Melodic Death-Kapellen sind in Italien rar gesät; zumindest was Bands betrifft, die auch über die Landesgrenzen hinaus Erfolge feiern können. Seitdem es im Camp von Disarmonia Mundi und Slowmotion Apocalypse verdammt ruhig geworden ist, liegt es an Formationen wie Destrage, The Stranded und Ready, Set, Fall, die Flagge hochzuhalten. Letztere haben seit der Veröffentlichung ihrer EP „Buried“ im Jahre 2011 eine ansehnliche Fanbasis aufbauen können. Nun ist es an der Zeit das heißerwartete Debütalbum Memento“  auf die gierige Meute loszulassen.

Der Pressetext verspricht modernen Metal ohne Grenzen und Einschränkungen. Und genau das bekommt der Hörer geboten. Die aus Genua stammende Truppe zollt mit ihrem Sound sowohl amerikanischem Metal(core) der Marke Killswitch Engage und All That Remains, als auch skandinavischer Hartwurst-Kunst (Soilwork, Scar Symmetry) Tribut.

Breakdowns finden in den insgesamt zwölf Songs genauso viel Verwendung, wie clean gesungene Refrains und garstige Growls, wie schon die ersten beiden Songs „Deceiving Lights“ und „Skyscrapers“ beweisen. Was jedoch von Anfang an etwas negativ aufstößt, ist die etwas überladene Produktion. Oftmals fehlt es den Drums am nötigen Punch, was vor allem bei den Refrains einen dezenten Soundbrei mit sich bringt. Dieser Beigeschmack ist jedoch bei Krachern wie „Is This A Happy Ending?“ und dem sperrig-intensiven Titeltrack zu verkraften.

Mit „A.N.S.I.A.“ begeben sich die Burschen mit Blastbeat und angeschwärzten Gitarrenläufen im Gepäck auch in Black Metal-Gefilde, um anschließend in „Honor“ mit massiven Breakdowns und Groove-Einlagen zu überzeugen. Gegen Ende wird man jedoch das Gefühl nicht los, dass die Jungs etwas zu viel wollen, was an und für sich gute Songs wie „Meri Maat“ und „Tidal Waves Could Save The World“ etwas zerfahren wirken lässt ohne jemals einen Höhepunkt zu erreichen.

Wer übrigens mit der EP nicht vertraut ist, darf beruhigt sein, denn so gut wie alle Songs sind auf dem Album zu finden. „Sincerely, Mine“ ist als Bonus-Track erhältlich. Letztendlich sei gesagt, dass  Ready, Set, Fall mit „Memento“ einen soliden Erstling am Start haben, der in der modernen Metal-Fraktion sicher genug Anklang finden wird. Wenn die Jungs auf ihrem nächsten Silberling etwas strukturierter ans Werk gehen, sollte einem internationalen Durchbruch nichts im Wege stehen.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 21.02.2014
Erhältlich über: Lifeforce Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/readysetfall

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Category: Magazin, Reviews

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