Hatriot – Dawn Of The New Centurion

| 20. Februar 2014 | 0 Comments

Hatriot

Steve „Zetro“ Souza hat keine Zeit zu verlieren. Vor 13 Monaten erschien „Heroes Of Origin“, das Debüt seiner neuen Band Hatriot, in der er unter anderem gemeinsam mit seinen Söhnen Nick und Cody spielt. An der Formel hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert, der ehemalige Exodus-Frontmann steht nach wie vor für Thrash Metal der alten Schule. „Dawn Of The New Centurion“ knüpft nahtlos an den guten Einstand an und zeigt, dass es keiner großen Innovationen bedarf, um dem alten Riesen Thrash auch über drei Dekaden nach Schöpfung einen mächtigen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen.

Echte Veränderungen lassen sich kaum entdecken, dafür wirkt das Gesamtpaket noch ein wenig runder. „My Cold Dead Hands“ beginnt mit Charlton Hestons legendärer NRA-Rede und gleitet nahtlos in ein klassisches Thrash-Monster über. Einzig der ‚Refrain‘ mit seinem Dickinson’schen „Whoa-oh-ohh“ inklusive dezentem Abriften in den Growl-Sektor irritiert anfangs, lässt sich dafür prächtig „schönhören“. Etwaige Längen kommen nicht auf, dafür sorgt ein ausgedehentes Midtempo-Gitarrensolo, abgerundet durch Zetros giftiges Gekeife.

Seltsam mutet eine weitere Passage an. In „Superkillafragsadisticactsaresoatrocious“ growlt der Veteran zum Abschluss „Free Pussy Riot!“, mittlerweile eingeholt von der Gegenwart, erneut aktuell und schon wieder eingeholt worden. Putin kann einem schon ordentlich auf die Klötze gehen. Weiter im Text: „Silence In The House Of The Lord“ zeigt, dass die Songwriting-Schwächen des Debüts weitestgehend kaschiert werden konnten. Selbst ein überlanger Song wie dieser mit siebeneinhalb Minuten Spielzeit lässt keinerlei Langeweile aufkommen, was im Übrigen auch für den martialisch groovenden Titeltrack gilt.

Sieht man vom etwas zu ausladend geratenen, nur bedingt passenden Mittelteil mit melodischem Breakdown von „The Fear Within“ ab, stimmt der Gesamteindruck. Auch „Dawn Of The New Centurion“ wird keine Originalitätspreise abräumen, auch das dürfte Zetro und Hatriot egal sein. Hörbar gewachsen durch eine Reihe von Auftritten dies- und jenseits des Atlantiks, läuft die klassische Thrash-Maschine mit jungem Unterbau wie geschmiert. Gerade Traditionalisten sollten an dieser Platte ihre helle Freude haben.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 21.02.2014
Erhätlich über: Massacre Records (Soulfood Music)

Website: www.hatriotmetal.com
Facebook: www.facebook.com/hatriot

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Category: Magazin, Reviews

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