Karma To Burn – V

| 10. Juni 2011 | 0 Comments

Karma To Burn

Es waren schwere verbale Auseinandersetzungen nötig – der Legende nach mit den Worten ‘you L.A. c*nt’ endend – um Karma To Burn 2009 zu ihrem Comeback zu bringen, nachdem sieben Jahre zuvor der Ofen aus war. Mit “Appalachian Incantation” hat sich das Instrumental-Stoner-Trio im April 2010 überaus eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Nachfolger „V“ wurde binnen kürzester Zeit in Dave Grohls Studio 606 unter der Regie von John Lousteau eingespielt und bietet gleich drei Songs mit Gesangsverstärkung.

Im Vorfeld der Aufnahmen zu “V” ergab sich das Kuriosum der Beinahefusion von Karma To Burn und Year Long Disaster. Rich Mullins bedient bei beiden Bands den Viersaiter, dazu stieg Sänger Daniel Davies (Sohn des legendären Kinks-Masterminds Ray Davies) kurzfristig bei den Wüsten-Virtuosen ein, ist aber mittlerweile schon wieder weg vom Fenster. Klingt konfus, hat aber drei starke Tracks mit Vocals abgeworfen. Gerade das beinahe bluesige “The Cynics” macht einiges her, dazu kommt das bleierne “Jimmy Dean” mit Classic-Rock-Referenzen und einem deutlichen Fokus auf schwere Riffs. Eine faustdicke Überraschung ist jedoch das Black Sabbath-Cover “Never Say Die”, bei dem Davies eine überaus fantastische Gesangsleistung abliefert, gelegentlich sogar Ozzy Osbourne heraufzubeschwören scheint, nicht jedoch ohne seine hörbare Begeisterung für Robert Plant auf Band zu bannen.

Natürlich gibt es auch wieder angenehm kompakt gehaltene Instrumentals, dieses mal durchnummeriert von 47-51. Besonders das 70s-kompatible Riff in “51″ weiß zu begeistern, schreit förmlich danach mit Ganzkörper-Banging belohnt zu werden. So vertrackt die Sänger-Situation bei Karma To Burn auch ist, so stark ist ihr neues Album geworden. “V” toppt den Vorgänger locker mit gewohnt starkem Songwriting, ausgedehnten Wüsten-Analogien, präziser Gitarrenarbeit und einer sympathischen Staubschicht auf der Produktion. Spätestens jetzt kann man den US-Amerikanern ein geglücktes Comeback attestieren.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 27.05.2011
Erhältlich über: Napalm Records (Edel Music Distribution)

Homepage: www.k2burn.com
Myspace: www.myspace.com/karmatoburn

In Zusammenarbeit mit beatblogger.de

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Category: Magazin, Reviews

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