Nevalra – Conjure The Storm

| 3. Juni 2019 | 0 Comments
Nevalra

(c) Jeff Blumer Photography

Aus der ehemaligen One-Man-Show von Scott Eames (Thy Antichrist) ist längst eine vollwertige Band geworden: Der Blackened-Death-Sound von Nevalra aus dem US-Bundesstaat Missouri warf bislang eine packende EP („The Black Flame“) sowie ausgewählte Auftritte ab. Bevor es gemeinsam mit Carach Angren, Wolfheart und – natürlich – Thy Antichrist auf große Europa-Tour geht (leider ohne Österreich-Termin), erscheint das Debütalbum „Conjure The Storm“.

Das musikalische Erlebnis lässt sich recht einfach auf eine Formel herunterbrechen: Wer den Sound der Tourpartner mag, sollte auch Nevalra zu schätzen wissen. „…Of Ruination“ reduziert den charmanten Wahnsinn Nevalras auf etwas über drei Minuten. Durchaus melodische Momente, dicke Riffsalven und eine angenehme Mischung aus fiesen High-Speed-Attacken sowie bissig rumpelnden Zwischenspielen säumen diesen Track. „Take Your Leave“ bewegt sich in ähnlichen Gefilden. Grunts, Screams und Growls, begleitet von wütenden Stop-and-Go-Wänden sowie gewollten Brüchen mit der Brechstange, wissen zu unterhalten.

Konsequente Verweigerungshaltung und kompromissloser Spießrutenlauf begleiten diese knappe Dreiviertelstunde. Wenn „Amidst The Ivory Towers“ epische Klänge heraufbeschwört und mit spitzen Schreien garniert, reißt das mindestens so mit wie der verstörende, proggige Rausschmeißer „Prophet For Profit“. Mark Kloeppel von Misery Index und Scour gibt sich ein wüstes Stelldichein und lässt vor allem die ersten Sekunden monströs aus den Boxen springen. Wenn das immer noch nicht genug sein sollte: „Warchestra“ zwingt mit seinen höllischen Fanfaren förmlich in die Knie.

Und so flirrt dieses lange, brachiale, in den richtigen Momenten feinsinnige Album vorbei. Einzig der Sound hätte etwas mehr Wumms und Nachdruck gebrauchen können, ansonsten weiß „Conjure The Storm“ mit seinen Querverweisen auf Septicflesh, ja sogar Moonspell zu unterhalten. Brachiale Power und kleinere Überraschungsmomente sorgen für Verwunderung – ist das hier tatsächlich ein Debütalbum? Ja, und was für eines.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 07.06.2019
Erhältlich über: M-Theory Audio (Membran)

Facebook: www.facebook.com/nevalra

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Category: Magazin, Reviews

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