Valley Of The Sun – Old Gods

| 21. Mai 2019 | 0 Comments
Valley Of The Sun

(c) Fuzzorama Records

Ein neues Album von Valley Of The Sun ist immer ein Grund zu feiern, zumal man nie weiß, was das US-Quartett gerade plant. „Volume Rock“ gestaltete sich etwas bluesiger und metallischer, wenn auch nur in zarten ersten Gehversuchen. Genau das will die Band nun intensivieren, begleitet von psychedelischen Einflüssen und ein wenig Düsternis. Auf „Old Gods“ befasst sich Sänger und Gitarrist Ryan Ferrier mit seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und so klingt die neue Platte gewissermaßen wie eine kleine Zeitreise.

Wie wahnwitzig und hypnotisierend Valley Of The Sun 2019 klingen, illustriert der eröffnende Titelsong hervorragend. „Old Gods“ rollt langsam und beständig an, entfaltet seine wuchtige Riffgewalt auf Raten und steuert mit den Vocals zugleich in vertraute Stoner-Fuzz-Gefilde. Kleinere instrumentale Spielereien lockern den hymnischen Midtempo-Stomper auf, dann knüpft auch schon das süffige „All We Are“ an. Ein wenig Queens Of The Stone Age im Grundtenor, bissige Hooklines mit herrlich hymnischen Untertönen und im besten Sinne manische Schleifen begleiten den kurzweiligen Fünfminüter.

Natürlich geht es auch deutlich härter und pulsierender. „Means The Same“ hängt die Gitarren auf Halbmast und stampft angriffslustig voran, das kurze „Firewalker“ bringt sogar ein wenig Stoner-Punk Marke Corrosion Of Conformity ein. Und dann sind da noch Giganten Marke „Dreams Of Sands“, die sich auf ellenlange Instrumentals, psychedelisch-bluesig angehauchte Jams und herrlich entrückte Hard-Rock-Power verständigen – „Into The Abyss“ passt ebenso prima in die Riege. Zwischendurch spuckt „Dim Vision“ Gift und Galle mit metallisch-punkiger Härte und bester Laune.

Überaus wild und aggressiv, dann wieder locker und tiefenentspannt: So vielschichtig und abwechslungsreich waren Valley Of The Sun noch nie unterwegs. „Old Gods“ entfernt sich mehr denn je vom klassischen Stoner-Fuzz-Konzept, ohne auch nur im Geringsten auf seine Wurzeln zu vergessen. Durch die Bank mächtige, eingängige und bärbeißige Songs sorgen für ordentlich Überraschungen, kurzweilige Nackenschläge und durchaus epische Ausflüge in vertraute und frische Gefilde. Valley Of The Sun klingen auf ihrer neuen Platte stärker denn je und lassen schon jetzt mit Spannung auf künftige Entwicklungen warten.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 24.05.2019
Erhältlich über: Fuzzorama Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/valleyofthesun

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Category: Magazin, Reviews

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