Damnation Defaced – Invader From Beyond

| 9. Oktober 2017 | 0 Comments
Damnation Defaced

(c) Apostasy Records

Seit einem amtlichen Jahrzehnt halten Damnation Defaced aus Celle in Niedersachsen die Fahne von melodisch-groovendem Death Metal in die Höhe. Die Idee dahinter ist so einfach wie vertraut: Brachiale Energie trifft auf eingängige, durchaus hymnische Refrains und mächtige Midtempo-Manie mit Wellenbrecher-Qualitäten. Klingt generisch, ist aber alles andere als das, wie das mittlerweile dritte Studioalbum „Invader From Beyond“ eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Göteborg lässt grüßen, wenn sich die deutschen Nachbarn durch 42 kurzweilige Minuten tanken. Mit „Mark Of Cain“ ist ein erster Hit auch schnell gefunden. Angetrieben von Philipp Bischoffs gutturalen Growls, die sich auch wunderbar im Death-Doom-Umfeld machen würden, peitscht er seinen Mannen in einen unverschämt eingängigen Chorus, mächtige Stampfattacken rundherum inklusive. Das folgende „The Observer“ nimmt das Tempo vielleicht zu sehr raus und tut sich mit den synthetischen Elementen keinen großen Gefallen, punktet dafür mit angenehm bedrückender Atmosphäre.

Die Killer überwiegen auf diesem dritten Studioalbum. „Back From Apathy“ lässt sich im Refrain etwas flach drücken, reitet rundherum dafür gefährliche Attacken und rundet das Geschehen geschickt mit einem epischen Gitarrensolo ab. Das eröffnende Duo „Goddess Of Machines“ und das abermals sympathisch eingängige „Invader From Beyond“ gehen amtlich nach vorne, während der etwas aus dem Rahmen fallende Rausschmeißer „Embraced By Infinity“ mit Elektronik und stilisiertem Klargesang bzw. Shouts experimentiert – ungewöhnlich aber durchaus stylisch.

Paar Schönheitsfehler hin, dicke Riffwände her: „Invader From Beyond“ mag nicht perfekt sein, fällt dafür unheimlich unterhaltsam aus und kracht richtig schön. Zwischen Göteborger Schule, mörderischem Groove und kleinen Experimenten bemühen sich Damnation Defaced um die volle Dosis Death Metal, kleine Hits und episch angehauchte Ausflüge inklusive. Nichts für schwache Nackenmuskeln.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 06.10.2017
Erhältlich über: Apostasy Records (Edel)

Website: damnationdefaced.com
Facebook: www.facebook.com/damnationdefaced

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Category: Magazin, Reviews

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