Caligula’s Horse – In Contact

| 13. September 2017 | 0 Comments
Caligula's Horse

(c) Stefanie Vallen

Die viel beschworene neue Prog-Schule treibt einmal mehr charmante Blüten. Caligula’s Horse veröffentlichen aktuell kleine Wunderwerke im kurzweiligen Zwei-Jahres-Rhythmus. Das Quintett aus Brisbane verschreibt sich der rockigeren Seite des Genres und erinnert schon mal an Dredg oder The Safety Fire. Auf das bereits starke „Bloom“ sowie den Re-Release der Vorgängeralben folgt nun „In Contact“, das noch höher hinaus will und zwischenzeitlich mit der Bodenhaftung ringt.

Eingerahmt von zwei Giganten, gehen gut 61 Minuten neue Musik an die Substanz. „Dream The Dead“, der monumentale Opener, startet in media res mit Fingerübungen und gekonnter Heavyness, bevor die ruhige Strophe gen Gazpacho schielt. Ausufernde Jams, der mächtige Refrain und emotional aufgeladene Harmonien wissen zu begeistern. „Graves“ bringt es sogar auf mehr als eine Viertelstunde und dehnt sich über maximierten Minimalismus aus. Das kann sich gelegentlich ein wenig ziehen, entlohnt dafür mit überraschenden Djent-Einschüben und einem energischen, unerwartet bissigen Finale.

Zwischen diesen Extremen spielen sich Caligula’s Horse immer wieder in eine Art Rausch. „Songs For No One“ wagt sich ebenfalls gen Überlänge vor und pendelt geschickt zwischen Old-School-Prog-Gitarrensolo und hymnischem Alternative Rock – eine vergleichsweise einfache Idee, dafür aber mächtig umgesetzt. Metallischer und düsterer gibt sich hingegen „The Cannon’s Mouth“, dessen ätherischen Muse-Klänge so gar nicht zum stellenweise überaus schroffen Arrangement passen wollen, wohl aber prima damit harmonieren. Mit der kraftvollen, bissigen Video-Auskopplung „Will’s Song (Let The Colours Run)“ bringen die Australier überdies einen echten Hit an den Start, der ein wenig an Leprous erinnert.

Sieht man von der konzeptuell relevanten, wohl aber etwas zähen Spoken-Word- / Poetry-Slam-Performance „Inertia And The Weapon Of The Wall“ ab, macht „In Contact“ abermals von vorne bis hinten Laune. Caligula’s Horse reizen die Grenze des Mach- und Erfassbaren abermals vollends aus, entlohnen dafür aber mit ausgeprägter Liebe zum Detail und so mancher mächtigen Hymne. Clevere, gleichermaßen eingängige wie verstörende Hooklines treffen auf anspruchsvolle Jams und latenten Wahnsinn – eine weitere Bestätigung für die mittlerweile erlangte Ausnahmestellung der fünf Australier im Neo-Prog-Sektor.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 15.09.2017
Erhältlich über: Inside Out Music (Sony Music)

Website: caligulashorse.com
Facebook: www.facebook.com/caligulashorseband

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Category: Magazin, Reviews

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