Bury Tomorrow – Earthbound

| 3. März 2016 | 0 Comments
Bury Tomorrow

(c) Tom Barnes

Gut, im Metalcore gibt es wahrlich genügend Bands, die gerne wütende Shouts mit melodischem Klargesang mischen, aber kaum eine andere Band meistert diese Gratwanderung zwischen Härte und Melodie so gekonnt gemeistert  wie die Briten von Bury Tomorrow. Seit dem Debüt „Portraits“ haben sich die Jungs zu einem der Aushängeschilder in Sachen modernem Metalcore gemausert. Es besteht kein Zweifel, dass die Herren diesen Status mit ihrem vierten Langeisen „Earthbound“ weiterhin untermauern.

In gewisser Weise könnte man das UK-Quintett als den kleinen Bruder von Parkway Drive betrachten, gerade was die Shouts von Daniel Winter-Bates und das Gespür für monströse Riffs angeht. Was die Jungs aber von den Australiern unterscheidet und auch von der breiten Masse abhebt, sind die ungemein kraftvollen, cleanen Gesangspassagen von James Cameron.

Ideales Beispiel für den ausgewogenen Mix ist „Last Light“. Der eingängige Refrain und die melodischen Gitarrenharmonien gehen sofort ins Ohr und machen von Anfang bis Ende Laune. Beim nach vorne preschenden Titeltrack gehen Melodie und Härte einmal mehr Hand in Hand. Natürlich gibt es zum Drüberstreuen noch einen fetten Breakdown mit dazu.

Anders als die Jungs von den eingangs erwähnten Parkway Drive wagen die Burschen auf ihrer neuen Platte keine Experimente und bleiben ihrer Richtung treu. Was dann auch das einzige Manko der Scheibe wäre (wenn man das so sehen will). Auch wenn es keinen einzigen Ausfall auf dem Album zu vermerken gibt, so gibt es auch kaum Neuerungen oder Überraschungsmomente. Eine Ausnahme wäre das ballernde „301“, zu dem Jamey Jasta (Hatebreed) ein paar räudige Gastvocals beigesteuert hat.

Zwar nicht ganz so bahnbrechend wie die z.B. die beiden Vorgänger, bietet „Earthbound“ dennoch zehn solide Brecher, die mal melodisch („Restless & Cold“), mal unbarmherzig („Memories“) oder beides sind („Cemetery“). Fans von Parkway Drive und Killswitch Engage kommen bei Bury Tomorrow einmal mehr voll auf ihre Kosten.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 29.01.2015
Erhältlich über: Nuclear Blast (Warner Music)

Website: www.burytomorrow.co
Facebook: www.facebook.com/BuryTomorrow

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Category: Magazin, Reviews

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