Tremonti – Cauterize

| 3. Juni 2015 | 0 Comments
Tremonti

(c) Ashley Maile

Während Creed aktuell auf Eis liegen und Alter Bridge zumindest kurzzeitig ruhen – Sänger Myles Kennedy ist wieder mit Slash unterwegs -, treibt Mark Tremonti die Karriere seiner Soloband voran. „All I Was“ war vor knapp drei Jahren eine faustdicke Überraschung, vor allem auf gesanglicher Ebene. Tremonti hat sich längst auch am Mikrophon emanzipiert und nahm, verstärkt durch Bassist Wofgang Van Halen, gleich zwei neue Alben auf. „Dirt“ erscheint in der nahen Zukunft, „Cauterize“ bereits jetzt.

Überraschungen bleiben freilich aus – wer „All I Was“ mochte, wird auch hieran seinen Spaß haben. Tremonti wildert gerne in metallischen Bereichen und ist erklärter Metallica-Fan. Dem markigen Opener „Radical Change“ hört man die „Load“-Phase durchaus an, auch dezente Thrash-Strukturen lassen sich in den Strophen erkennen. Im Refrain werden hingegen wieder deutlich hymnischere Töne angeschlagen. Das ist groß, alles umarmend und die perfekte Einleitung für eines von vielen rasiermesserscharfen Soli.

Abermals deckt Tremonti die gesamte Alternative-Bandbreite ab und packt dafür schon mal düstere Halb-Balladen aus, die durchaus an die Anfänge von Creed erinnern. „Dark Trip“ ist einer dieser Übersongs, der lange Zeit hinweg auf Sparflamme brennt und schließlich, ganz unvermittelt, explodiert. „Providence“ bewegt sich in ähnlichen Gefilden, wird von Gitarren-Schockwellen geradezu erschüttert. Knüppelharte Heavy-Hitter („Cauterize“, „Tie The Noose“) und etwas ruhigere Hymnen („Sympathy“ mit einem Hauch von Guns N‘ Roses-Melodik und „Another Heart“) runden das Geschehen ab.

Wer auf Tremontis sonstige Aktivitäten steht, wird „Cauterize“ lieben. Freilich ist diese Platte kein Selbstplagiat, schlägt dafür in sämtliche Extreme aus, die der Gitarrero bereits mit Creed und Alter Bridge popularisierte. Gerade die harten, metallischen Nackenbrecher und die finsteren Hymnen überzeugen, womit unterm Strich ein weiteres unterhaltsames, bockstarkes Album steht. „Dirt“ kann kommen, und das möglichst bald – ein schweißtreibendes, gitarrenlastiges Vergnügen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 05.06.2015
Erhätlich über: Fret 12 Records (H’ART)

Website: www.marktremonti.com
Facebook: www.facebook.com/TremontiProject

Tags: , , , , , , ,

Category: Magazin, Reviews

Demonic-Nights.at - AKTUELLES