Kings Destroy – Kings Destroy

| 5. Mai 2015 | 0 Comments
Kings Destroy

(c) JJ Kozcan

Mike Scheidt von YOB schätzt ihr ausgeklügeltes Songwriting, Pentagram-Legende Bobby Liebling setzt auf ihre Emotionalität: Die Rede ist von Kings Destroy, die aktuell ihr drittes Album binnen vier Jahren vorlegen. Die Herren aus Brooklyn, New York haben durch die Bank Hardcore-Hintergrund, verstehen sich aber auf Stoner und Doom Rock. Nicht von ungefähr erinnert ihre neue Platte „Kings Destroy“ ein wenig an Corrosion Of Conformity.

Star dieser 34 Minuten ist zweifelsohne Sänger Steve Murphy, dessen leidende, schneidende Stimme sich regelrecht in die Gehörgänge bohrt und dort mit wachsender Begeisterung wütet. Das Ergebnis ist eine geradezu spirituelle Erfahrung zwischen überlebensgroßen, leicht dissonanten Hymnen („Smokey Robinson“) und nachdenklich-schwermütigen Mini-Epen mit stetig steigender Intenstität („Embers“) oder seltenen Explosionen, welche die Brücke von Doom gen Noise und schier endlose Feedback-Schleifen schlagen („Time For War“).

Zumeist aber ist es recht simpel, wie in „Mr. O“, das viereinhalb Minuten lang mit einem schlichten Queens Of The Stone Age-Riff auf Garage Rock arbeitet und dabei Murphy ein wenig herumnölen lässt. Die Formel ist ungemein einfach, wohl aber erfolgreich, weil Kings Destroy Doom-getränkten Stoner Rock praktizieren, angesichts ihrer musikalischen Vergangenheit aber um gleich mehrere Ecken denken und damit trotz etwas schwächerer zweiter Albumhälfte eine Punktlandung hinlegen. Einfache, bestens vertraute Muster treffen auf fremdelnde Dynamik mit krachender Präsentation – eine echte Entdeckung.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 05.05.2015
Erhätlich über: War Crime Recordings / Clearspot (Download only)

Website: www.kingsdestroy.com
Facebook: www.facebook.com/KingsDestroy

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Category: Magazin, Reviews

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