Night Falls Last – Deathwalker

| 7. November 2014 | 0 Comments

Night Falls Last

Seit fünf Jahren gemeinsam unterwegs, drängen Night Falls Last mehr und mehr aus Österreich hinaus, wo sich die sechs Steirer mit ihrem Modern Thrash Metal bereits durchaus einen Namen gemacht haben. Neben einem Auftritt am Nova Rock nur ein Jahr nach Bandgründung, stehen bereits zwei EPs sowie zahlreiche Live-Auftritte zu Buche. Unter der Ägide von Norbert Leitner (u.a. Days Of Loss, Chaos Beyond, Devastating Enemy) wurde das Debütalbum „Deathwalker“ aufgenommen.

„Deathwalker“ spielt in einer post-apokalyptischen Zukunft und handelt von Unterdrückung und Ausbeutung, umgemünzt auf die negativen Aspekte von Globalisierung und Kapitalismus – harter Tobak für ein Debütalbum, wenn man überdies im Hinterkopf hat, dass Night Falls Last auf für Modern Thrash-Verhältnisse ungewöhnliche Keyboard-Klänge setzen und schon mal in epische Gefilde auftauchen. So werden sich am dreiteiligen Schlussakkord – „Rise“, „And“, „Fall“ – die Geister scheiden. Gerade der erste, neun Minuten lange Teil spielt mit melodischem Dickicht, dezent proggigen Untertönen und Klargesang. Letzteres gehört zu den Schwächen der Steirern, die Singstimme von Bassist Chris Kerschenbauer überzeugt nur bedingt (am ehesten noch in „Start To Breathe“).

Viel schöner ist es, wenn Night Falls Last nach vorne preschen – wie im Mittelteil eben jenes Epos, wie in „Fall“, wie in „Fear The Machine“. Fiese Growls, rasantes Tempo und Uptempo-Soli erinnern schon mal an Lamb Of God. Am deutlichsten wird dieser Vergleich in den letzten 40 Sekunden von „Shootout“, wenn das Sextett nach einem abermals komplexen, aus den verschiedensten Teilen zusammengeschweißten Bastard durchstartet und bis zum Kollaps die Abrissbirne auspackt.  Auch „A Call From Inferno“ und „The Bitter Taste Of Disease“ zählen zu jeden Songs, bei denen der Finger zur Repeat-Taste wandert.

„Deathwalker“ ist ein an sich sehr gutes Debütalbum, das mit verschiedenen Kinderkrankheiten und Kinkerlitzchen – oftmals schiefe, zu dissonante Gitarrensoli, dazu eine den überdies nicht gerade essentiellen Keyboard-Sounds entgegensteuernde, furztrockene Produktion – zu kämpfen hat. Und doch lohnt es sich Night Falls Last zu hören, zu sehen (live, versteht sich) und zu unterstützen. Mit beherztem Einsatz wuchten sich die sechs Steirer durch 51 sympathische, nicht immer leichte, dabei stets kreative und ambitionierte Minuten, die Mosh-Attacken mit Tiefgang vereinen.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 04.10.2014
Erhätlich über: Eigenvertrieb

Website: www.nightfallslast.com
Facebook: www.facebook.com/nightfallslast

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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