Ufomammut – Oro: Opus Primum

| 11. April 2012 | 0 Comments

Ufomammut

Mit ihrer erdigen, experimentellen und dezent psychedelisch angehauchten Herangehensweise an Sludge und Doom Metal haben sich Ufomammut seit ihrem 2000 veröffentlichten Debütalbum „Godlike Snake“ ein beachtliches Publikum erspielt. Nachdem die drei Italiener zuletzt sämtliche Platten über ihr eigenes Label Supernatural Cat veröffentlichten (die Vinyl-Ausgaben ihrer kommenden Werke erscheinen auch weiterhin in Eigenregie), fand man nun im Neurosis-Label Neurot Recordings einen patenten Partner für ein Mammut-Projekt. „Oro: Opus Primum“ ist das erste Kapitel eines monumentalen Zweiteilers, der noch in diesem Jahr seine Fortsetzung finden soll.

„Oro“, um das Konzept hinter diesem Mammutwerk ein wenig zu beleuchten, ist italienisch für „Gold“ bzw. lateinisch für „Ich bete“ – ein Spagat, den Ufomammut im Begleittext zu ihrem neuen Doppelschlag betonen und damit einen Blick in das Labor eines Alchemisten werfen wollen, der versucht Gold herzustellen, wobei diese Entstehungsprozesse auch auf eine menschlich-spirituelle Ebene umgelegt werden können und sollen. Überdies ergeben beide Teile (d.h. alle zehn ‚Kapitel‘) einen kompletten Song, der mit dieser Veröffentlichung nur zur Hälfte präsentiert wird. Klingt abstrakt und schwer verdaulich, doch gerade das macht den Reiz der Italiener aus.

Die fünf Kapitel auf „Oro: Opus Primum“ hören auf so klingende Namen wie „Empireum“, „Magickon“ und „Infearnatural“, bewegen sich zwischen sieben und 14 Minuten Spielzeit und leben von sorgsam in Zeitlupentempo aufgebauten Spannungsbögen, die das Kargland von Omega Massif mit der Schwere von Across Tundras und dem psychedelischen One-Track-Ausflug von U.S. Christmas paaren. Gesangsspuren gibt es kaum zu entdecken, dafür aber schwer verzerrte, dröhnende Gitarren, einen Hauch von Elektronik und doomig-bleierne Schwere, die sich wie eine zentnerschwere Last auf das Gemüt legt. Ufomammut sind drauf und dran, sich mit dem „Oro“-Opus selbst zu übertreffen; in punkto Intensität können sie beinahe mit Neurosis mithalten. Wie stark dieses Konzeptwerk wirklich ist, wird man wohl erst im September sehen, wenn „Oro: Opus Alter“ erscheint.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 13.04.2012
Erhätlich über: Neurot Recordings (Cargo Records)

Website: www.ufomammut.com
Facebook: www.facebook.com/ufomammut

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Category: Magazin, Reviews

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