King Buffalo – Regenerator

| 2. September 2022 | 0 Comments
King Buffalo

(c) Mike Turzanski

Es ist vollbracht. Mit etwas Verzögerung können King Buffalo ihre pandemische Trilogie abschließen. Auf das komplexe „The Burden Of Restlessness“ sowie das stürmische „Acheron“ folgt nun der Brückenschlag zwischen diesen beiden Werken. „Regenerator“ treibt die ureigene, spacige bis vertrackte Rock-Vision voran, bedient sämtliche Extreme und findet zudem neue melodische Wege für vertrauten Wahnsinn.

Der eröffnende Titelsong sagt eigentlich gleich alles in seinen neuneinhalb höchst stattlichen Minuten. King Buffalo hangeln sich gemütlich, gemächlich in diesen Track, psychedelische und sogar leicht krautige Konzepte agieren als Motor für das zunehmend ruppige Geschehen. Man spielt sich in einen sprichwörtlichen Rausch, hinter der luftigen Rhythmusabteilung wartet ordentlich Distortion, ein steter Unruheherd lauert auf die große Explosion. Hingegen lebt „Mammoth“ über weite Strecken von den Vocals – eine Seltenheit beim US-Trio, das ausnahmsweise Sean McVeys Stimmbändern eine prominente Rolle zuweist. Die ausufernde Solierung passt da prima ins Bild.

Hingegen setzt „Hours“ auf Geschwindigkeit, auf Heavyness, auf Direktheit. Es ist ein nahezu punkiger Ansatz, zumindest für Büffel-Verhältnisse, bis sich die feinsinnigen, dennoch getriebenen Muster doch noch aus dem Dickicht herausarbeiten und zu einem gewaltigen finalen Crescendo abheben. Dort wartet bereits „Firmament“, der zweite überlange Song, und traumwandelt erst einmal durch unendliche Weiten, die letztlich von drastischem Elan torpediert werden. Die vorsichtige Eskalation und die hymnische, zugleich spacige Lead-Gitarre leiten den Track in gänzlich neue Bahnen und geben sich der ewigen Sinnsuche hin.

Tatsächlich schlägt „Regenerator“ die sprichwörtliche Brücke zwischen den beiden Vorgängern, behauptet sich in härteren Passagen ebenso wie in verträumten, ausufernden Wunderwelten, und gibt sich der Magie des legeren Seins mit wachsender Begeisterung hin. King Buffalo treiben ihren spacigen Stoner-Psych auf die Spitze und fühlen sich stets in mehrere Richtungen gezogen, ja sogar gezerrt. In dieser nervösen Spannung entsteht große Spannung und das wohl bislang beste Werk des Trios.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 02.09.2022
Erhältlich über: Stickman Records (Soulfood Music)

Website: kingbuffalo.com
Facebook: www.facebook.com/kingbuffaloband

Slider-Pic (c) Mike Turzanski

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Category: Magazin, Reviews

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