Bone Church – Acid Communion

| 12. März 2020 | 0 Comments
Bone Church

(c) Ripple Music

Insider haben vielleicht schon einmal von Bone Church gehört. Das Quintett aus New Haven im US-Bundesstaat Connecticut trat vor zweieinhalb Jahren mit einem selbstbetiteltem Mini-Album erstmals in Erscheinung. Am Sound hat sich seither nichts geändert: Proto-Metal, Heavy Rock, etwas Stoner-Doom und dezent bluesige Untertöne begleiten den wuchtigen Sound der Newcomer. Auf „Acid Communion“ vertonen sie nun die Geschichte einer unterdrückten Stadt, die von einem satanischen Kult terrorisiert wird.

Musikalisch fühlt man sich den Klassikern verbunden: Black Sabbath, Led Zeppelin, Cream, aber auch Scott „Wino“ Weinrichs diversen Schauplätzen. In dieser schwer rockenden Metal-Ursuppe schwimmen sechs zumeist episch angehauchte Monolithen, und der Titelsong überragt sie alle. Für diesen Rausschmeißer nimmt sich die Band knapp neun Minuten Zeit und kann sich für gleich mehrere Mini-Jam-Sessions begeistern. Jack Runes energischer, durchaus heller und doch dreckiger Gesang hält den Song zusammen, der gerade im letzten Drittel zu einer instrumentalen Tour de Force anschwillt. Was die Gitarrenfraktion hier abliefert, unterhält.

Kleinere Zäsuren, psychedelische Einschübe und ordentlich Dynamik werden zu steten Begleitern, so auch in „Bone Church Blues“. Diese Quasi-Bandhymne hat tatsächlich den Blues gepachtet, torpediert das Delta mit wuchtigen Gitarren und dem Ur-Sabbath-Riff zwischendurch, nur um im richtigen Moment das Tempo zu erhöhen. Das lebhabte, leidenschaftliche „Witch In The Cellar“ spielt hingegen mit typischem 70s-Hard-Rock, sehr britisch geprägt und natürlich abermals mit den für die Zeit typischen Blues-Referenzen ausgestattet. Ein kurzer, ruhiger Part schlägt rührselige Töne an, bevor es wieder bleiern wird.

Bone Church erfinden das Rad nicht neu, was aber auch keineswegs nötig gewesen wäre. Die US-Band weiß genau, wie sie wuchtige Riffs, gemächliche Zäsuren und ausladende Jams für maximalen Effekt aneinanderreiht, lebt und atmet den Geist der metallischen Urväter, als noch alles Hard Rock war. Genau das ist „Acid Communion“ – ein aus der Zeit gefallenes Dokument einer bewegten Ära, im Hier und Jetzt auf die proto-hungrige Meute losgelassen. Kurzweilige Unterhaltung mit pumpender Heavyness – es kann manchmal so einfach sein.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 13.03.2020
Erhältlich über: Ripple Music (H’ART)

Facebook: www.facebook.com/bonexchurch

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Category: Magazin, Reviews

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