MTXS – Ache

| 5. Juni 2019 | 0 Comments
MTXS

(c) MTXS

Ein wenig Beatdown und Brachialgewalt schadet nie. MTXS gibt es erst seit Ende 2017, doch in ihrer britischen Heimat eilt ihnen bereits der Ruf als derbes Live-Powerhouse voraus. Das Quintett aus Essex vermischt Hardcore und (Nu) Metal mit Wut und Aggression, die ein wenig an Seeker und Loathe erinnern. All das kondensieren sie auf ihrem Debütalbum „Ache“, einer Brachialo-Machtdemonstration mit puristischer Dissonanz-Energie.

Brutale Stakkato-Attacken und tiefer gestimmte Gitarren begleiten diese 25 Minuten. „Mould“ begibt sich schnell in den Pit. Das Tempo bleibt meist gedrosselt, die Intensität dafür hoch. Brutale Hits lassen Hören und Sehen vergehen. Das Pulverfass geht laufend über und treibt Blüten wie „Liberation“ und „Bad Blood“, die ein wenig an Slipknot zu „Iowa“-Zeiten erinnern. Melodien bleiben hingegen Mangelware, auch wenn sich beispielsweise in „Plague“ für wenige Momente halbwegs lichte Klänge einschleichen, nur um wenige Sekunden später brutal niedergeknüppelt zu werden.

MTXS bleiben deutlich unterhalb der 30-Minuten-Marke, aber mehr Musik hätte es tatsächlich nicht gebraucht. Nicht etwa, weil „Ache“ schlecht wäre, bloß reicht es nach einer gewissen Zeit einfach. Das wütende Sperrfeuer, die atonalen Midtempo-Grooves, die schwer in Worte zu kleidende Heavyness – eine derart wuchtige Platte hat man schon lange nicht gehört. Die Beatdown-Crew aus Essex verbindet Doom’n’Gloom mit Hardcore-Powerhits und kanalisiert seine Wut in ein kurzweiliges, im besten Sinne überforderndes Album.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 07.06.2019
Erhältlich über: Eigenvertrieb (Download-Album)

Facebook: www.facebook.com/MTXSBAND

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Category: Magazin, Reviews

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