Black Vulpine – Veil Nebula

| 1. März 2019 | 0 Comments
Black Vulpine

(c) Mareen Meyer / Moment of Collapse Records

Starke Demo, attraktives Debütalbum: Nach Jahren gemeinsamen Musizierens starteten Black Vulpine 2015 verdientermaßen durch. Ihr angeproggter Stoner-Sound mit Sarah Voß‘ lieblichem Gesang stieß auf Gegenliebe. Von Stillstand halten die Dortmunder allerdings herzlich wenig und geben sich auf dem vermeintlich schweren zweiten Album deutlich druckvoller. Doom, Psych und sogar ein Hauch von Sludge halten auf „Veil Nebula“ Einzug.

Ein kompletter Neuanfang ist das hier freilich nicht, wohl aber eine deutliche Verfeinerung der musikalischen Ausrichtung. „Limbus“, Opener und erster Vorbote, bringt diese neue Schwere prima auf den Punkt. In aller Ruhe arbeiten sich Black Vulpine in das Arrangement vor, begleitet von einem schweren Riff und süffiger Arrangierung. Die angedeutete Eskalation im Refrain kommt gut, ebenso der glockenhelle, beschwörende Gesang. Hier finden zwei Welten zueinander, und das zunehmend gemächlicher. „In The Dawn“ nimmt das Tempo über weite Strecken komplett heraus und sägt in doomiger Behäbigkeit.

Vielleicht bester neuer Song ist „Minotaur“ mit seinen dezenten Mastodon-Referenzen und psychedelischen Untertönen, begleitet von Doom- und Sludge-Riffing. Brachiale Heavyness bleibt ein Fremdwort, und doch macht sich bedrückende Schwere breit. In „Foredoomed“ schwingt schließlich der erwartete Bison-Druck mit und entlädt sich in dicken Gitarrenwänden. Das ausladende Labyrinth „A Lucid Dream“ wirkt wie ein Fiebertraum mit wütendem Uptempo-Exkurs und packt alles, was Black Vulpine 2019 ausmacht, in ein gigantomanisches Arrangement.

So gut, wenngleich eine Spur zurückhaltend ihr Debüt auch war, so kraftvoll gestaltet sich der Nachfolger. „Veil Nebula“ spielt sich frei und weist trotz stattlicher Spielzeit von über einer Stunde kaum Längen auf. Die musikalische Verbreiterung in mehrere Himmelsrichtungen tut der Band hörbar gut, das Songwriting wirkt reifer, das Gesamtauftreten unwahrscheinlich souverän und doch leidenschaftlich. Black Vulpine sind drauf und dran, in neue Sphären abzuheben. Bei dieser Klasse wäre das kein Wunder.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 01.03.2019
Erhältlich über: Moment of Collapse Records (Broken Silence)

Website: blackvulpine.de
Facebook: www.facebook.com/blackvulpinemusic

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Category: Magazin, Reviews

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