Mother’s Cake – Live At Bergisel

| 5. September 2018 | 0 Comments
Mother's Cake

(c) Daniel Strub

Mother’s Cake waren schon immer – und im besten Sinne – anders als andere heimische Bands. Ihr Sound sprengt die nationale Szene, und auch live ist man gerne international unterwegs. Und jetzt das: ein Live-Album ohne Publikum. Macht das überhaupt Sinn? Von Pink Floyd inspiriert, nahm das Trio „Live At Bergisel“ im gleichnamigen, legendären Innsbrucker Skisprungstadion auf. Direkt nach der Vierschanzentournee und bei Temperaturen weit unter dem Nullpunkt eingespielt, überlebten Teile des Equipments dieses Unterfangen nicht. Die Platte an sich zeigt sich dafür genial.

Die Stimmung während dieser 43 Minuten ist alles, nur nicht unterkühlt. Vom langen Intro angefangen, brennen Mother’s Cake ein wahres musikalisches Feuerwerk ab. „Streetjaman“ schwingt sich sogleich zur gigantischen Grenzerfahrung auf. Die Akustik des Stadions ist grandios, der leichte Hall omnipräsent und lässt den bereits großartigen Track noch eine Spur gewaltiger, ja sogar monumentaler wirken. Bei ihrem Heimspiel riffen und rocken sich die Innsbrucker in einen Rausch, wobei gerade der ausladende Mittelteil alle Stückchen spielt. Mörderischer Groove, leichtfüßiger Bounce und verschmitzter Esprit tragen durch gigantische Erlebniswelten.

Ähnlich groß gestaltet sich auch die restliche Platte. Hier einzelne Highlights herauszugreifen, ist gar nicht so einfach. Vielleicht wächst gerade „Isolation“ über sich hinaus, denn der leicht verschwitzte Blues-Groove mit manischer Schlagseite läuft immer wieder aus dem Ruder. Die wachsende Begeisterung der eierlegenden Wollmilchsau kommt ähnlich gut wie das immer lauter und verproggter werdende „Gojira“. Wer hingegen die psychedelischen Mother’s Cake liebt, lässt sich von den wilden Jams eines „The Killer“ auf eine angenehm kaputte Reise mitnehmen.

Wer es leichtfüßig und gemütlich mag, ist bei dieser Platte an der falschen Adresse. Dass Mother’s Cake eine grandiose Live-Band sind – geschenkt, dieser Ruf eilt ihnen bereits seit langer Zeit voraus. Wie gut sie allerdings wirklich sein können, stellt „Live At Bergisel“ unter Beweis. Die etwas andere Live-Platte bringt alles, was die Innsbrucker so stark macht, auf einen wuchtigen Nenner, verliert sich im besten Sinne in der Musik und explodiert scheinbar konstant. Das bislang beste heimische Album des Jahres wurde in einem Skisprungstadion aufgenommen. Irgendwie passt das.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 07.09.2018
Erhältlich über: Membran

Website: www.motherscake.com
Facebook: www.facebook.com/motherscake

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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