Casket Feeder – Scalps

| 4. Juni 2018 | 0 Comments
Casket Feeder

(c) Hibernacula Records

Die Aggression schwedischer Death Metal-Klänge trifft auf britischen Hardcore-Groove – so beschreiben Casket Feeder ihren Sound. Erst 2016 in Milton Keynes gegründet, steht bereits eine EP zu Buche, begleitet von zahlreichen Club-Konzerten in ganz Großbritannien. Mit „Scalps“ steht nun ein zweites Kleinformat in den Startlöchern, das sich mit politischer Korruption und sozialer Ungerechtigkeit auseinandersetzt, Nackenbrecher-Sounds inklusive.

Sägende Schwedentod-Gitarren mit angedeuteten Blast-Attacken treffen auf Hardcore-Punk-Wahnsinn mit furioser Energie – es kann manchmal so einfach sein. „Carve Their Names Upon The Hanging Tree“ lässt beide Welten stolze sechs Minuten lang miteinander kollidieren. Von wütenden Growls über zähe Death-Doom-Elemente bis zum bärbeißigen Groove ist hier alles dabei. Auch der brachiale Opener „The Supremacy Of Idiocy“ räumt ordentlich ab. Casket Feeder erhöhen das Tempo auf Hardcore-Niveau, schütteln ebenso ein paar Dismember-Gitarren aus dem Ärmel – kurios aber effektiv.

Ähnlich abwechslungsreich und kaputt gestalten sich die gesamten 18 Minuten mit hoher Hit-Dichte. Der schwerfällige Titelsong, der abgefuckte Stop-and-Go-Rausschmeißer „Replicant“, die mit Math-Grind-Elementen versehene Blendgranate „Ill Will“ – sie alle treffen ins Schwarze. So klingt „Scalps“ tatsächlich durch die Bank unheimlich vertraut und doch im besten Sinne ganz anders, wahrlich unerhört. Gerade live müssen Casket Feeder ein echtes Erlebnis sein, wenn sie das Energielevel ihrer Songs auf die Bühne bringen können. Dieses Kleinformat hat sich gleich mehrere Durchläufe verdient.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 01.06.2018
Erhältlich über: Hibernacula Records (Download-EP)

Facebook: www.facebook.com/casketfeeder

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Category: Magazin, Reviews

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