Ovate – Ovate

| 1. Juni 2018 | 0 Comments
Ovate

(c) Soulseller Records

Bei Taake und Gorgoroth unterstützen sie das Live-Erlebnis, nun kochen Aindiachaí (Gitarre, Bass) und Brodd (Schlagzeug) ihr eigenes Süppchen. Als Ovate, was im Übrigen nichts mit einer Ei-Form zu tun hat, widmen sie sich ruppigem Black Metal der ausladenen und episch angehauchten Sorte. Mitglieder ihrer beiden Live-Schauplätze sowie von Kraków, Helheim, Aeternus, Gravdal und Slagus unterstützen das schlicht „Ovate“ benannte Debütalbum.

So trifft man im Lauf dieser gut 37 Minuten auf allerlei vertraute Stimmen – diese zuzuordnen, macht schon mal ordentlich Laune. Die Tracks an sich halten netterweise auch mit. „Morgenstjerne“ eröffnet mit siebeneinhalb furiosen Minuten und ordentlich Psychoterror am laufenden Band. Das erinnert zuweilen tatsächlich an die Bühnen-Betätigungsfelder der beiden Musiker, entzieht sich jedoch geschickt einem reinen Abklatsch. Von aggressivem Gekeife bis zum geradezu sakral anmutendem Klargesang reißt das raue, angenehm roh belassene Epos mit und gibt das Tempo vor.

Wie kaputt und doch verdammt clever Ovate klingen können, untermauert der Rausschmeißer. „Inst I Tanken“ zieht von der ersten Sekunde an in media res und entlädt sich in mehreren Wellen. Gelegentlich stockt das Geschehen ein wenig, die Action wird verschleppt, die Präsentation ist eine angenehm zähe. In diesem Verharren zwischen den Welten, begleitet von wütenden Drumsalven, fühlt sich das Duo hörbar wohl. Das abgekoppelte Finale, geschickt nach einer kleinen Zäsur installiert, weiß ebenfalls zu unterhalten.

Manische Energie, zuweilen durchaus sakrale Momente und geschickt aufgeschichteter Rauputz tragen dieses Debütalbum. Ovate legen fünf Westentaschen-Epen kaputtester Black-Metal-Power vor, bohren sich immer tiefer und tiefer in die Arrangements, und lassen dabei großartige Momente en masse vom Stapel. Wer raue, ausladend gestaltete Norweger-Power mag, kommt an diesem grandiosen wie kurzweiligen Album nicht vorbei.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 01.06.2018
Erhältlich über: Soulseller Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/ovatemusic

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Category: Magazin, Reviews

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