UGF – Asebeia.Ataraxis.

| 19. Februar 2016 | 0 Comments
UGF

(c) UGF

Plötzlich geht alles ganz schnell. Stolze 15 Jahre haben sich UGF (Underground Groove Front) für ihr Debütalbum Zeit gelassen, nun erscheint nur zwei Jahre später bereits ein Nachfolger. Angeführt von Gitarrist Lukas Haidinger, der kurz vor Release des Einstands auch den Sängerposten übernahm, zeigen sich die heimischen Groove-Heroen von ihrer Schokoladenseite. Auf „Asebeia.Ataraxis.“ treten sie nun den Beweis an, dass Qualität auch mit Quanität einhergehen kann.

Mit ausgesuchter Dampfwalzen-Energie und pointiertem Zeitlupentempo pflügen die Herren durch 14 neue Songs, einer martialischer als der andere. Highlights sind schnell gefunden: „Vast And Hollow“ beispielswese, einer der melancholischten Tracks im Back-Katalog des Quartetts. So verspielt das Schlagzeug auch den Track nach vorne treibt, das Tempo ist komplett raus. Leidende Vocals mit einem Hauch Robb Flynn – steter Begleiter dieses Albums – sorgen für intensive, durchaus beklemmende Momente.

Wie locker UGF den Schalter umlegen können, zeigt sich direkt im Anschluss, wenn „Neglect“ Thrash Metal mit einem Hauch Hardcore mischt und mit ordentlich Druck gen Barrikaden peitscht. Zwischen diesen beiden Extremen spielt sich auch das übrige Material ab. Das bereits bekannte „The Taste Of Rust“ macht nach wie vor Laune mit seinem bissigen Mittelteil, „Past Recovery“ spielt geschickt mit Thrash-Groove und „Fidei Depulsor“, der Opener, zählt zu den fiesesten Wellenbrechern auf „Asebeia.Ataraxis.“. Einzig im abschließenden „Menschenfeind“ verzetteln sich UGF ein wenig und agieren, Doom-Anleihen hin oder her, viel zu langatmig.

Auch wenn der Release für UGF-Verhältnisse relativ bald kam, so ist „Asebeia.Ataraxis“ doch alles andere als ein Schnellschuss. Fast durchgehend starke Momente, intensive Grundstimmung und eine Reihe guter Songs treiben direkt in den Pit. In punkto Groove und Dynamik bleibt das Quartett unerreicht in Österreich und lässt gleichzeitig internationales Niveau erkennen – eine jener Platten, an der sich heimische Releases 2016 messen lassen müssen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 26.02.2016
Erhältlich über: Eigenvertrieb

Website: undergroundgroovefront.bandcamp.com
Facebook: www.facebook.com/groovefront

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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