Continents – Reprisal

| 28. Oktober 2015 | 0 Comments
Continents

(c) Victory Records

Bei aller Wucht und Brutalität – rückblickend waren die Waliser Continents mit ihrem Anfang 2013 erschienenen Debütalbum „Idle Hands“ nicht ganz zufrieden. Zu hektisch seien sie Songwriting und Aufnahmen angegangen, hätten manche Dinge gerne anders gemacht. Nach Tourneen rund um die Welt, die unter anderem auch nach Japan als Support von The Ghost Inside führten, wurde der Nachfolger „Reprisal“ eingespielt – wuchtiger, abwechslungsreicher, wertiger.

Das Grundgerüst – irgendwo zwischen Metalcore, Deathcore und Melodic Hardcore angesiedelt – ist gleich geblieben, die Intensität wurde aber erhöht und um Ambient-Elemente erweitert. Die Quasi-Zwischenspiele „I“ und „II“ sowie so mancher Übergang vermischen Core-Kusnt mit Dramatik – bedingt neu, dafür aber grundsolide. Musikalisch gibt es sowieso ordentlich einen auf die Zwölf; angefangen mit „Drowned In Hate“, diesem feisten, von einem von vielen manischen Riffs getragenen Opener mit wütenden Shouts und doppelköpfiger Gitarrenfraktion um Neuzugang Rhys Griffiths, der sich nahtlos ins Geschehen einfügt.

Überraschungen? Aufregungen? Vielleicht am ehestens der Titelsong „Reprisal“ mit seiner erhabenen, hymnischen Explosion, kehligen Screams und jenen atmosphärischen Elementen, die mehr und mehr zum neuen Continents-Rückgrat werden könnten. Noch setzt sie das Quintett spärlich ein, doch der Weg für die Zukunft scheint gefunden. Wenn schließlich klaustrophobe Melodien und ein Hauch von Math durch das wilde, abgefuckte „Love, Loathe. Loss.“ wabern, ist wieder alles eitel.

Nach einem wuchtigen Debüt meistert „Reprisal“ die schwere Bürde eines zweiten Albums durchaus gut und stellt gleichzeitig die Weichen für die Zukunft. Könnte es sich hierbei um eine Übergangsplatte handeln? Im Fall von Continents ist das durchaus möglich, denn mit vermehrten Ambient-Einflüssen und zusätzlichem Augenmerk auf Atmosphäre deutet sich eine kleine (R)Evolution an. Noch etwas zerrissen, nicht immer zusammenhängend und doch in seinem kompakten Auftreten durchaus reizvoll – die Richtung stimmt.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 30.10.2015
Erhätlich über: Victory Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/Continentsband

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Category: Magazin, Reviews

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