RAM – Svbversvm

| 29. Oktober 2015 | 0 Comments
RAM

(c) Magnus Lindgren

Die überaus umtriebigen Schweden RAM schlagen wieder zu. Mit „Death“ konnten sie sich 2012 bei ihrem Metal-Blade-Einstand souverän behaupten, Ende vergangenen Jahres wurde eine unterhaltsame Split mit Portrait nachgereicht. Ihr nunmehr viertes Studioalbum ist nicht nur true, es ist sogar besonders trve. Darauf lässt bereits der kvltige Titel „Svbversvm“ schließen – natürlich mit klassischem Metal mit 70s- und 80s-Prägung sowie einer kräftigen Portion NWOBHM.

Große Neuerungen waren freilich nicht zu erwarten und sind entsprechend auch nicht zu vernehmen – RAM verstehen sich und ihren Sound mittlerweilse bestens. „Return Of The Iron Tyrant“ ist einer der stärksten Opener der klassischen Metalszene 2015. Angefangen beim typischen Eierbeißer-Gesang von Oscar Carlquist, der durchaus an Rob Halford erinnert, ziehen die Schweden ein feistes Brett mit hohem Tempo, Speed-Metal-Referenzen und präzisem Riffing auf, das durch eines von zahlreichen packenden, druckvollen Soli abgerundet wird. Überraschungswert nicht vorhanden, Nackenwirbel dafür schon nach den ersten fünf Minuten verrenkt.

Mehr davon? Wirkliche Speed-Bomben bleiben die Ausnahme, dafür schauen RAM immer wieder in der Maiden’schen Werkstatt vorbei und versuchen sich an so manchem Mini-Epos. Mit über siebeneinhalb Minuten Spielzeit verdient „Forbidden Zone“ diese Bezeichnung tatsächlich, zeigt sich über weite Strecken flott und knüppelhart, lässt aber ebenso Zeit (und Raum) für melodische Mitsing-Passagen. Wahre Hymnen verstecken sich aber anderswo: „The Usurper“ schlägt mit seinem gewaltigen Refrain ein, „Temples Of Void“ wird zum düsteren Monstrum und „Holy Death“ wirft einen verstohlenen Blick gen Rainbow.

Stimmig, druckvoll, hymnisch, schmissig: RAM punkten in so ziemlich allen relevanten Kategorien und knüpfen mit „Svbversvm“ locker an die bisherigen Releases an. Kleinere Hits, keine Durchhänger (abgesehen vom instrumentalen Zwischenspiel und der in die Länge gezogenen Überleitung in den abschließenden Titeltrack) und bissige, energische Metalkost der alten Schule mit vornehmlich britischer Prägung unterhalten. Die Schweden geben sich gewöhnt schnörkellos, unterhaltsam und mitreißend – definitiv einer der besseren diesjährigen Releases für Old-School-Liebhaber.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 30.10.2015
Erhätlich über: Metal Blade (Sony Music)

Website: www.ram-metal.com
Facebook: www.facebook.com/RAMheavymetal

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Category: Magazin, Reviews

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