Cut Up – Forensic Nightmares

| 24. Juni 2015 | 0 Comments
Cut Up

(c) Soile Siirtola

Nach 24 Jahren hoher, wütender Death-Metal-Kunst verabschiedeten sich Vomitory Ende 2013 in die ewigen Jagdgründe. Drummer Tobias Gustafsson und Sänger / Bassist Erik Rundqvist haben aber längst nocht nicht genug von Todesstahl. Gemeinsam mit Anders Bertilsson (ex-Coldworker) und Andreas Björnsson (ex-Fetus Stench) riefen sie Cut Up ins Leben, die sich auf Brutalität, Gore, Blut und Organe verstehen. Ihr Debütalbum „Forensic Nightmares“ spielt die geballte Routine der beteiligten Musiker betont lässig aus.

Geboten wird letztlich genau das, was die an Cut Up beteiligten Namen versprechen: klassischer Death Metal, der zwischen ungezügelter Brutalität und Groove pendelt. Originell? Nicht unbedingt, wohl aber ungemein gut gemacht. Der Sprint ist sicherlich die bevorzugte Geschwindigkeit der Schweden, angetrieben vom furiosen Anfangsdoppel „Enter Hell“ und „Burial Time“ sowie nicht minder unterhaltsamen Nackenbrecher-Perlen, wie „Stab And Stab Again“ oder der Quasi-Titeltrack „Forensic Nightmare“.

Wenn das Quartett das Tempo schließlich rausnimmt, kommt dabei die eine oder andere Granate heraus. „Order Of The Chainsaw“ sägt, seinem Namen entsprechend, durch vier martialische Minuten mit lethalem Groove, gelegentlicher Tempoverschärfung und melodischem Hochgenuss. Für „Remember The Flesh“ werfen Cut Up schließlich all ihre besten Waffen auf einen Haufen und tanzen ausgelassen drumherum. Von feiner Klinge bis derber Death-Akrobatik – hier ist wirklich alles dabei.

Rundherum setzt es vornehmlich Füllmaterial. Das ist nun nicht so schön, qualitativ aber immerhin einwandfrei. „Forensic Nightmares“ fließt nicht nur, es spritzt regelrecht. Blut und Gedärme säumen den Weg der schwedischen Veteranen, die mit diesen 42 Minuten an chirurgischer Präzision das Abdanken ihrer ehemaligen Bands (vor allem Vomitory) deutlich erträglicher machen. Schnörkellos, wuchtig, gut – so einfach kann das sein.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 26.06.2015
Erhätlich über: Metal Blade (Sony Music)

Facebook: www.facebook.com/cutupofficial

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Category: Magazin, Reviews

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