The Darkness – Last Of Our Kind

| 25. Juni 2015 | 0 Comments
The Darkness

(c) The Darkness

Nach ihrem Comeback-Album vor drei Jahren legen die verrückten Glam-Rocker von The Darkness mit „Last Of Our Kind“ nach. In beinahe kompletter Originalbesetzung und mit der mittlerweile wieder ausgestiegenen Schlagwerkerin Emily Dolan Davis beweisen die Briten, dass sie immer noch stark im Rock-Geschehen dabei sind, ohne dabei auf die gute, alte Selbstironie zu verzichten.

Die Jungs (und Mädel) kommen nach einem kurzen Spoken Word-Intro gleich zum Punkt: „Barbarian“ ist ein straighter Rocker, der sich inhaltlich mit der Wikinger-Invasion in England befasst. Beim Refrain fräst sich Hawkins‘ altbewährte Falsettstimme ohne Wenn und Aber in die Gehörgänge. Das anschließende „Open Fire“ hätte aus der Feder eines Ian Astbury (The Cult) stammen können. Justins rauer Gesang und Dan Hawkins‘ heulende Gitarrenleads schicken den Hörer geradewegs auf die Highways der 80er.

Der Titeltrack könnte ohne Probleme die nächste Single der Platte werden. Das Wechselspiel zwischen Akustikgitarren und klassischen Hard Rock-Riffs geht voll und ganz auf und wird mit einem Bombast-Refrain mit dem The Darkness-Gütesiegel gekrönt. „Roaring Waters“ zeigt die Band von der funkigen Seite und erinnert gerade in den Groove-Passagen an Aerosmith. „Wheels Of The Machine“ ist eine gelungene Ballade, die „Love Is Only A Feeling“ vom Debüt aber nicht ganz das Wasser reichen kann.

Mit „Mighty Wings“ begibt sich das Quartett in proggige Gefilde. Schwere Riffs, markante Synthi-Passagen und ein unter die Haut gehender Bombast-Refrain fahren hier alle Geschütze auf. Auch in der zweiten Halbzeit wird die Messlatte mit dem abgefahrenen „Mudslide“ und der sanft galoppierenden Halbballade „Sarah O Sarah“ durchgehend überdurchschnittlich hoch gehalten. In der abschließenden Feuerzeug-Powerballade „Conquerors“ darf Bassist Frankie Poullain sein Gesangstalent unter Beweis stellen und verleiht der Nummer einen gewissen Def Leppard meets Devin Townsend-Vibe.

An „Last Of Our Kind“ gibt es so gut wie nichts auszusetzen. Die von Gitarrist Dan Hawkins mehr als anständig produzierte Platte rockt von Anfang bis Ende. Gut, der Überkracher der Marke „I Believe In A Thing Called Love“ mag nicht dabei sein, aber das tut dem Hörvergnügen keinen Abbruch.  Es wäre eine Schande, wenn das Album diesen Sommer nicht den Weg in zahlreiche Sommer-Playlists finden würde.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 29.05.2015
Erhältlich über: Canary Dwarf Records (Rough Trade)

Website: www.thedarkness.co.uk
Facebook: www.facebook.com/thedarknessofficial

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Category: Magazin, Reviews

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