The Darkness – Hot Cakes

| 9. September 2012 | 0 Comments

The Darkness

Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Bei den Jungs von The Darkness gibt es auch nach ihrem Comeback keine Grauzone. Nach dem enorm erfolgreichen Debüt „Permission To Land“ und dem dezent unterbewerteten Nachfolger „One Way Ticket To Hell …And Back“ sah die Zukunft der Briten relativ düster aus. Sänger Justin Hawkins erlaubte sich ein paar Drogeneskapaden zu viel und so schien der brtische Spandex-Express anno 2006 endgültig entgleist zu sein. Nun sind sie aber wieder da und mit „Hot Cakes“ fühlt es sich tatsächlich so an, als wären die Jungs nie weg gewesen.

Das Soundgerüst pendelt in gewohnter Manier zwischen straight-rockenden AC/DC-Riffs und Queen-Bombast hin und her. Dazu kommen die altbekannten, rotzfrechen Texte und Hawkins unverkennbare Kopfstimme. Bereits beim relaxt rockenden Opener „Every Inch Of You“ wird nicht lange gefackelt. Spätestens nach dem gesanglichen Ausbruch „…suck my cock!“ weiß man, was Sache ist.

Das folgende „Nothing’s Gonna Stop Us“ ist ein Uptempo-Rocker, der in Sachen Hitfaktor zwar die Klasse eines „I Believe In A Thing Called Love“ erreicht, aber absolut seinen Zweck erfüllt und in zahlreichen Rock-Bars für gute Laune sorgen sollte. Irgendwie scheint es, als hätten Freddy Mercury und Queen das Quartett mehr als je zuvor beeinflusst. Das folgende, gesanglich beeindruckende „With A Woman“ bildet dabei keine Ausnahme. Das von simplen Rhythmen getragene „Keep Me Hangin‘ On“ ist wohl eine der eingängigsten Nummern, welche die Briten je geschrieben haben.

„Living Each Day Blind“ ist die melodische Feuerzeug-Ballade der Platte, ganz im Stile von „Love Is Only A Feeling“ vom Debüt. Der Party-Zug kommt aber gleich wieder ins Rollen, wenn das locker-flockige „Everybody Have A Good Time“ inklusive Queen-Bombast aus den Boxen dröhnt. Wer bis dahin noch immer nicht genug gefeiert hat, dem sei mit der Anti-Herzschmerz-Hymne „She Just A Girl, Eddie“ geholfen. Das kitschige „Forbidden Love“ würde bei jeder anderen Band lächerlich wirken, verleiht aber einer The Darkness-Scheibe das gewisse Etwas.

Leider geht der Platte im letzten Viertel etwas die Puste aus, wodurch die Jungs in der Gesamtwertung ein bis zwei Punkte einbüßen müssen. Dennoch liefern The Darkness mit „Hot Cakes“ ein rockendes Highlight dieses Sommers ab und schaffen es problemlos, die vergangenen sechs Jahre vergessen zu machen. Welcome back, The Darkness!

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 17.08.2012
Erhältlich über: Canary Dwarf Limited / PIAS Recordings (Rough Trade Distribution)

Website: www.theactualdarkness.com
Facebook: www.facebook.com/thedarknessofficial

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Category: Magazin, Reviews

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