Born From Pain – Dance With The Devil

| 24. November 2014 | 0 Comments

Born From Pain

Seit mittlerweile 17 Jahren halten Born From Pain die Flagge des europäischen Hardcore hoch. Der Crossover-Geist brachte die Niederländer und ihren metallisch angehauchten Sound unter anderem für drei überaus erfolgreiche Alben auf Metal Blade. Nach verschiedenen Lineup-Wechsel, unter anderem am Mikrophon in gleich mehrfacher Ausführung, scheint sich nun eine stabile Besetzung gefunden zu haben. Seit kurzem sogar wieder zu fünft unterwegs, erscheint das bereits siebte Studioalbum „Dance With The Devil“ auf Beatdown Hardwear.

Die Niederländer verschreiben sich gegen die Lethargie und den Kontrollverlust der Gesellschaft, wollen aufrütteln und rufen zum solidarischen Kampf auf – klassische Hardcore-Themen und entsprechend nichts Neues. Auch musikalisch scheint „Dance With The Devil“ auf der Stelle zu treten: Hardcore, Metal (bzw. Metalcore) und ein wenig Crossover treten in den Hinterschinken. In gut 31 Minuten verfeuern Born From Pain ordentlich Material in gewohnter Kürze (das angethrashte „Roots“ ist mit dreieinhalb Minuten Spielzeit das Epos dieses Albums, zeigt aber auch gleichzeitig, was das Quintett mit ausladenderen Songstrukturen anfangen kann – Mission: Wellenbrecher abgeschlossen).

Zwecks Abwechslung durften sich einige Gäste im Studio tummeln, darunter Terror-Frontmann Scott Vogel, der zeitweise auch für Born From Pain brüllen durfte. Die peitschende, druckvolle Kollaboration „Bleed The Poison“ macht Lust auf mehr. Matthi von Nasty wirkt im schwerfälligen „Truth Of The Streets“ ebenso ein wenig verloren wie der niederländische Rapper Def P, der einige Verse in seiner Landessprache zu „Stand Free“ beisteuert – ein kurzes Vergnügen, das immerhin schnell vorbei ist.

Am besten sind Born From Pain zumeist dann, wenn sie nüchtern Gas geben. Die tanzbaren, dezent an Heaven Shall Burn erinnernden Strophen von „Cause And Effect“ ringen ein kleines Grinsen ab, das Highspeed-Bollwerk „Lone Wolf“ unterhält. Originell ist „Dance With The Devil“ nun wirklich nicht und hat auch seine kleinen Schwächen, über weite Strecken machen die Niederländer aber genau das, was die am besten können: Gas geben, Muskeln spielen lassen, das Umland zerstören, Zeigefinger erheben. Mehr muss auch nicht sein.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 28.11.2014
Erhätlich über: Beatdown Hardwear (Soulfood Music)

Website: www.bornfrompain.com
Facebook: www.facebook.com/BornFromPainOfficial

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Category: Magazin, Reviews

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