Ruined Nation – Ruined Nation

| 20. März 2014 | 0 Comments

Ruined Nation

Die neue Ballerhochburg des Landes ist Linz. Aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt kommt das 2009 noch als Cheap Defect gegründete Trio Ruined Nation, das sich irgendwo zwischen Hardcore, Metal-Grooves und Grind-Elementen verankert sieht. Aktuell laufen die Arbeiten am zweiten Album – Grund genug, einen Blick zurück auf das im vergangenen Sommer erschienene, schlicht „Ruined Nation“ betitelte Debüt zu werfen.

Sumpfig produziert, brachial auf die einzelnen Songs eingedroschen – für zart besaitete Gemüter ist diese Platte wahrlich nichts. „Full Of Hate“ eröffnet den Reigen unterproduzierter Songs, die jedoch gerade in diesem leicht ranzigen Soundgewand Sinn machen. Markus Matzinger (Six Score, Nuclear Havoc) brüllt die Tracks durch den Äther, getragen von der überaus flexibel agierenden, dynamischen Rhythmusabteilung um Bassist Martin Kehrer und den einstmaligen U.G.F.-Session-Drummer Lukas Haidinger.

Den Groove des Underground hört man diesem Album auch an, obwohl die drei Linzer deutlich direkter zu Werke gehen. „Brainwash“, „I’m Glad He’s Dead“ und das von einem übellaunigen Nu Metal-Riff eingeleitete „Terror“ erhöhen die Schlagzahl gen Grind, verstehen es jedoch ebenso, die mittleren Geschwindigkeitsbereiche mitzunehmen. Am besten sind Ruined Nation dann, wenn sie ihre Hardcore-Grooves mit Thrash-Gummitwist vermengen und dabei das eine oder andere Breakdown mitnehmen. „Make Them Believe“ und „Plague“ bleiben auf diese Art und Weise hängen.

Auf gut 35 Minuten Album-Spielzeit schleichen sich dennoch Längen ein. Gewisse Gleichförmigkeiten lassen sich erkennen, unterstützt durch die abgehangene Unterproduktion, die etwaige Highlights wie die zwischenzeitliche instrumentale Ballerburg von „Rise Of My Inner Hate“ nicht ausreichend in Szene zu setzen vermag. Was man hört, stimmt insgesamt dennoch einigermaßen euphorisch auf den kommenden Nachfolger. Mit besserem Sound, einer konzentrierten Herausarbeitung musikalischer Höhepunkte und dem richtigen Einsatz des der Band innewohnenden Punk-Drecks scheint einiges möglich zu sein.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 08.06.2013
Erhätlich über: Eigenvertrieb

Website: ruinednation4020.wordpress.com
Facebook: www.facebook.com/ruinednation4020

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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