Mantar – Death By Burning

| 3. Februar 2014 | 0 Comments

Mantar

Aus den Untiefen des Underground erhebt sich eine weitere Band, die wie Arsch auf Eimer zu den aktuell auf einer faszinierenden Welle des kauzigen Erfolges schwimmenden Mannen von Svart Records passen. Das deutsch-türkische Duo Mantar gibt es erst seit 2012, die erste 7″ ist wohl längst ausverkauft, der Sound eine Besonderheit. Hanno und Erinc verzichten auf Bass und schreiben Songs im Spannungsfeld von Black, Doom und Punk, wollen mit dem überstrapazierten Sludge-Genre jedoch nichts zu tun haben. Ihr Debütalbum „Death By Burning“ erinnert an eine schwer verdauliche Mischung aus Darkthrone, Melvins und Motörhead.

Die Abwesenheit eines Bassisten hört man zwar, man vermisst den Tieftöner jedoch nicht. Mantar setzen auf finstere, dezent angekrustete Klänge mit überbrandender Bosheit. „Spit“ eröffnet die Platte mit einem manischen Riff, das entfernt an frühe Melvins erinnert, Power-Drumming inklusive. Die fiesen Vocals kreuzen Lemmy mit Buzzoven-Keifmonster Kirk Fisher und passen sich dem geradlinigen, schnörkellosen Geschehen an. Scheinbar entlos rifft sich das Duo durch den Song, einzig zum Ende kommt ein wenig Abwechslung hinzu – gleichzeitig ein erstes Anzeichen für die doomigen Untertöne des Duos.

Je tiefer es in den Abgrund der Zähigkeit hinab geht, desto intensiver, desto schwerer fällt der Sound aus. „Astral Kannibal“ paart NWOBHM-Spirit mit verkapptem Cathedral-Auftreten, „White Nights“ vermengt Proto-Punk-Psychoterror mit Satyricon-Gestik. Einzig im abschließenden „March Of The Crows“ verzocken sich Mantar, ziehen das knapp acht Minuten lange Instrumentalstück unnötig in die Länge und entlassen entsprechende Highlights vermissen.

Es soll das einzige Mal bleiben, dass die beiden Herren die falsche musikalische Abzweigung wählen. Als bärbeißiges, unwiderstehlich druckvolles Debüt lässt „Death By Burning“ zu keiner Zeit den Auftritt eines Bassisten vermissen. Tiefschwarz, verkrustet und doch eingängig – Mantar vermengen Underground-Charme mit Punk-Melodik und rumpelnden Warzen-Riffs. Originell mag das nur bedingt sein, unterhaltsam dafür erst recht – Hanno und Erinc verteilen Corpsepaint-Arschtritte mit Zuckerwatte-Stiefeln.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 07.02.2014
Erhätlich über: Svart Records (Cargo Records)

Website: www.mantarband.com
Facebook: www.facebook.com/MantarBand

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Category: Magazin, Reviews

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