Hammercult – Steelcrusher

| 23. Januar 2014 | 0 Comments

Hammercult

Der Sieg beim Wacken Metal Battle 2011 brachte den Israelis Hammercult einen Plattenvertrag bei Sonic Attack ein, nur ein Jahr später umgemünzt in das Debütalbum „Anthems Of The Damned“. Hier zeigte sich das Thrash-Quintett von seiner wilden Seite, modern angehaucht, direkt angelegt, allerdings mit Verschnitt. Aus kleineren Fehlern lernt man: „Steelcrusher“ knüpft einerseits nahtlos an den Einstand aus, entwickelt andererseits den Hammercult-Sound noch ein wenig weiter. Die Basis bleibt weiterhin Thrash Metal – noch härter, noch dynamischer.

Dass man es hier mit Kreator-Fans zu tun haben könnte, zeigt bereits der eröffnende Titeltrack, stilecht von einem kriegerisch-hymnischen Intro eingeleitet. Yakir Shochat spitzes, beinahe kreischendes Organ – Death Angel lassen grüßen – trifft auf ein paar tiefere Töne (Sprechgesang im Mittelteil) und Gangshouts im Refrain. Ummantelt werden diese vokalisierten Attacken von Highspeed-Thrash und aggressiven Gitarrensoli. „Metal Rules Tonight“ als, nicht nur namentlich, konservative Fortsetzung beruhigt die Gemüter erst einmal, wenn auch nur für kurze Zeit.

Hammercult spielen Thrash Metal – so weit, so gut. Von ihren durchaus modernen, breitgefächerten Einflüssen haben sie sich allerdings nicht verabschiedet. Produziert wurde die Platte von Chris „Zeuss“ Harris (Soulfly, Hatebreed, Agnostic Front), was beispielsweise den melodischen Midtempo-Bouncer „Liar“ prima erklärt. Im an sich wütend hüpfenden „We Are The People“ ist Sepultura-Gitarrist Andreas Kisser mit einem unorthodoxen Solo zu hören, dazu kommt ranziger Death-Thrash Marke „Damnation Arise“, der in punkto Härtegrad an Krisun erinnert.

Für Abwechslung ist gesorgt, doch Herzstück des Hammercult-Sounds bleibt rasender Thrash Metal mit melodischen Untertönen und rasiermesserscharfen Soli. Ob „In Hell“, „Burning Road“ oder das hymnische Finale „In The Name Of The Fallen“ – die Hitdichte ist beachtlich. Zwar stottert „Steelcrusher“ zur Album-Mitte hin ein wenig, doch selbst das Füllmaterial hat Charme. Die Israelis legen unterm Strich ein starkes zweites Album hin, das nahtlos an das Debüt anknüpft, breiter aufgestellt ist und jedem Chiropraktiker garantiert Tränen der Verzweiflung in die Augen treibt.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 24.01.2014
Erhätlich über: Sonic Attack Records (SPV)

Website: www.hammercult.com
Facebook: www.facebook.com/hammercult

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Category: Magazin, Reviews

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