Smothered – The Inevitable End

| 2. Dezember 2013 | 0 Comments

Smothered

Death Metal aus Schweden – eigentlich könnte die Review an dieser Stelle zu Ende sein, denn mit diesen Schlagworten weiß man bereits in etwa, was einen bei Smothered erwartet. Was 2010 als Ein-Mann-Projekt mit Myspace-Uploads begann, ist mittlerweile zu einer kompletten Band angewachsen. Die vier Lovecraftianer aus Stockholm sind bei Soulseller Records gelandet und präsentieren auf „The Inevitable End“ eine sägende, dynamische Schlachtplatte mit vereinzelnten Thrash- und Black-Elementen.

Überraschungen werden überbewertet, weswegen es nach einem kleinen Intro auch schon peitschend vorangeht. Besagtes Vorspiel, „The Ritual“, beginnt mit „Chthulu Fhtagn“-Chants aus dem Necronomicon und verdichten damit die Lovecraft-Atmosphäre, die im Groove-Monster „Phlegethon“ wieder aufgegriffen wird. Selbst mit reduziertem Tempo und ausladendem Aufbau – mit fünf Minuten Spielzeit handelt es sich hierbei um den zweitlängsten Song auf diesem Debüt – wirken Smothered unpackbar heavy. Wie sich das klassisch angehauchte Gitarrensolo im Zeitlupentempo aus den Sägespänen schält, fährt durch Mark und Bein.

Bis man an diese Stelle gelangt, muss man jedoch einige Hürden nehmen, darunter den furiosen Auftakt „Dead But Dreaming“, direkt nach dem besagten Lovecraft-Intro einsetzend. Die Schweden halten das Tempo hoch, setzten die tiefen, schroffen Vocals von Stoffe Eriksson gewinnbringend ein und lassen die Gitarren nach der guten alten Schule sägen. Die Moderne hat im Œuvre von Smothered nichts zu suchen. Bestenfalls wird es gelegentlich tiefschwarz („No One Left To Kill“) oder dezent thrashig („The Crawling Chaos“).

Wenn der zerstörerische, vom Bombengetöse und Sirengeheul begleitete Titeltrack „The Inevitable End“ schließlich aus den Boxen fährt, ist alles eitel. Gut 40 Minuten Spielzeit ist für ein klassisches Death Metal-Album eine stattliche Länge, geht aber dennoch viel zu schnell vorbei – ein Fall für die Repeat-Taste. „The Inevitable End“ versucht gar nicht erst innovativ zu sein oder etablierte Strukturen über den Haufen zu werfen. Smothered debütieren mit einem klassischen, druckvollen Death Metal-Album der alten Schule, authentisch und ausdifferenziert produziert, dank langsamer Groove-Passagen dynamisch gehalten und ob seiner bleiernen Schwere kaum zu greifen. Kurzum: so muss Death Metal klingen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 06.12.2013
Erhätlich über: Soulseller Records (Soulfood Music)

Website: www.smotheredband.com
Facebook: www.facebook.com/SmotheredSWE

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Category: Magazin, Reviews

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