Job For A Cowboy – Ruination

| 30. Juni 2009 | 0 Comments

Job For A Cowboy

Mit ihrer Debüt-EP „Doom“ sind Job For A Cowboy vor wenigen Jahren auf der Metalbühne aufgeschlagen und haben das ultimative Deathcore-Referenzwerk in Kurzform abgeliefert, wie man dank SpongeBob längst herausgefunden hat. Das Album „Genesis“ hingegen war mehr Technik und Konvention, konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Mit „Ruination“ will man sich in der sprichwörtlichen Mitte treffen.

Und tatsächlich, dieses ambitionierte (Schein-)Ziel wird erfüllt. „Unfurling A Darkened Gospel“ legt furios los, mischt Klassik und Moderne. Besonders Highlight: der kurze melodische Exkurs. Ähnliches Material gibt es zuhauf, siehe unter anderem „Constitutional Masturbation“ und „Lords Of Chaos“ – alle technisch anspruchsvoll, alle modern angelegt, alle mit einer Prise Melodie. Nicht unbedingt abwechslungsreich, dafür Ziel führend.

Herausragend hingegen das sechsminütige „March To Global Enslavement“. Mehr Midtempo, mehr Groove, mehr Melodie – eine ausgewachsene Knochenmaschine ohne Gaspedal. Von einem ähnlichen Kaliber ist der doomig angehauchte Rausschmeißer „Ruination“, der sich zu Beginn überraschend schwedisch verhält, dann graduell das Tempo anhebt und schließlich Growls und Gekeife gegeneinander antreten lässt. So vertont man musikalische Klaustrophobie adäquat.

Zugegeben, ein Referenzwerk ist „Ruination“ nicht geworden, dafür wieder einen Hauch mutiger dank Slowfood. Dazwischen gibt es vielleicht einen Tacken zu viele Standards, die aber wieder mit mehr Technik glänzen. Übrigens: Die in Europa bislang unveröffentlichte EP „Doom“ gibt es als Beilage der Special Edition. Der Kreis schließt sich.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 03.07.2009
Erhältlich über: Metal Blade (SPV)

Facebook: www.facebook.com/jobforacowboy

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Category: Magazin, Reviews

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