Birdflesh – Extreme Graveyard Tornado

| 24. Juni 2019 | 0 Comments
Birdflesh

(c) Everlasting Spew Records

Nur wenige Acts im Deathgrind-Mikrokosmos haben sich den Beinamen ‚Kultband‘ so redlich verdient wie Birdflesh. Die schwedische Chaotentruppe hält nichts von bierernsten Lyrics und kompromisslosem Auftreten. Stattdessen kultiviert man den genussvollen Brachialwitz, der weit über das kleine Augenzwinkern hinausgeht. Nach mehreren Splits und Kleinreleases in jüngerer Vergangenheit ist „Extreme Graveyard Tornado“ nun das erste Studioalbum seit 2008.

Bei 24 Songs in 27 Minuten gibt es wenig Neues zu berichten. Gewohnte Wucht zwischen Dying Fetus und Nasum trifft auf schräge Ideen. „Bite The Mullet“ wurde nicht nur mit einem aberwitzigen Titel ausgestattet, die kurzen, eingängigen Passagen und der klassisch-metallische Gitarrenpart kommen gut. Mehrere Film- und Serienzitate – unter anderem lassen sich „Family Guy“ und „Game of Thrones“ erkennen – ergänzen das Geschehen der Platte.

Die Musik kommt allerdings nicht zu kurz, denn bereits das eröffnende „Towards Insanity“ zeigt Birdflesh in prima Form. Wütende Action, hohes Tempo und gekonnte Breakdowns, ja sogar ein Hauch von Groove ziehen sich durch das zweiminütige ‚Epos‘. In „Accused Of Suicide“ schielen die Schweden sogar kurz Richtung Brutal Death, während „Garlic Man“ mit seiner Ziehharmonika den eigenwilligen Humor Birdfleshs auf den Punkt bringt.

Eigentlich ist es recht einfach: Wer die bisherigen Birdflesh-Platten mochte, wird auch „Extreme Graveyard Tornado“ lieben. Wer seinen Grindcore und Death Metal nicht allzu bierernst braucht, sollte an diesem Album ebenfalls großen Spaß haben. Gewohnt pointierte, kurzweilige Kost, krude Ideen und spürbare Spielfreude begleiten einen weiteren kurzweiligen Nackenschlag der schwedischen Veteranen. So kurzweilig, aber auch so verdammt gut kann Deathgrind sein.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 28.06.2019
Erhältlich über: Everlasting Spew Records (Download-Album)

Facebook: www.facebook.com/birdfleshgrind

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Category: Magazin, Reviews

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