Direwolves – The Great Year

| 23. Mai 2017 | 0 Comments
Direwolves

(c) Throatruiner Records

Wie großartig war es wirklich, dieses Jahr? Steckt Sarkasmus hinter dem Titel, eine metaphernreiche Geschichte oder doch nur ein Einblick in die eigene Karriere? Viel wichtiger: Direwolves sind mit neuem Material am Start. Drei Jahre nach dem Debütalbum „Aegri Somnia“ einem herrlichen Hardcore-Punk-Wellenbrecher mit fiesem Crust-Einschlag, steht eine brandneue EP mit sechs Songs in den Startlöchern. Diese heißt tatsächlich „The Great Year“ und zeigt die fünf Franzosen noch eine Spur melodischer.

Das Kleinformat mag zwar nur etwas über 18 Minuten Spielzeit mitbringen, packt dafür Wellenbrecher über Wellenbrecher aus. Schnell sind die Hits identifiziert: „From Tomb To Womb“, das mit konstanter Tempoverschärfung und sogar Blastbeat-Kurzeinsatz arbeitet, darüber jedoch melancholische Melodiebögen legt, ist ganz vorne mit dabei. Spanned auch „Paths To Metnal“, doppelt bis dreimal so lang wie die übrigen Tracks. Direwolves überraschen mit Post-Hardcore-Ausflügen, mächtigen Ohrwurm-Attacken und frustrierten, schmerzerfüllten Schreien. Zur Krönung tobt „Oaths & Duality“ im weiten Crust-Feld, während die Gitarren eher maritim und progressiv anmuten.

Kurzum: Gegensätze ziehen sich an, und das in gleich sechs spektakulären Kapiteln. Direwolves arbeiten mit einer ungemeinen Pluraität an Spuren, legen Soundscape auf Soundscape und erzeugen damit unheimlich einen dicken, dichten, ja sogar anspruchsvollen Sound. „The Great Year“ begeistert mit gewaltigem Tiefgang, cleverer Balance zwischen gleich mehreren musikalischen Extremen und noch mehr Melodik als zuletzt. In dieser Form steht den Franzosen Großes bevor – eine essentielle Something-Core-EP zwischen Dreck und Ohrwurm-Qualität.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 26.05.2017
Erhältlich über: Throatruiner Records (Download / Frankreich-Import)

Facebook: www.facebook.com/wearedirewolves

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Category: Magazin, Reviews

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