Them – Sweet Hollow

| 26. September 2016 | 0 Comments
Them

(c) Empire Records

Auch wenn es sie als Band nicht mehr geben mag, so ist das Erbe von Mercyful Fate präsenter denn je. Das gilt aber nicht nur für die etatmäßigen Nachfolgeprojekte King Diamond und Denner/Shermann, sondern auch für eine Armada an Cover-Bands. Eine davon, Them, steht nun auf eigenen Beinen. Mitglieder von so ikonischen Bands wie Symphony X, Lanfear und Suffocation präsentieren das Konzeptalbum „Sweet Hollow“, das, wenig überraschend, mit Horror-Elementen und purem Übel spielt.

Troy Norr aka KK Fossor von Coldsteel erinnert gerade in den schrillen, hohen Passagen an den King, weist ansonsten aber eine angenehm eigene Stimmfarbe auf. Das passt auch zum Sound der Band – durchaus vertraut und doch irgendwie anders. Das zeigt sich bereits zu Beginn, wenn „Forever Burns“ in bester Speed-Metal-Manier das Feld umpflügt und stellenweise an die Nightmare-Hörspiele Alice Coopers erinnert. Hymnisch, bissig, höchst abwechslungsreich – das macht Laune.

In ähnlicher Form geht es auch weiter mit Ausreißern in die verschiedensten Richtungen. Das furiose, knüppelharte „The Harrowing Path To Hollow“ hat durchaus Thrash-Qualitäten, während „Dead Of Night“ als angenehm unpeinliche, weitestgehend kitschfreie Ballade durchgeht und im großen Refrain sogar für Gänsehaut sorgt. Alles steuert auf das furiose Finale, die narrative Katastrophe „When The Clock Struck Twelve“ hin. Musikalischer und dramatischer Höhepunkt zugleich, tankt sich der Protagonist durch ein Stimmengewirr und steuert dem unvermeidlichen Untergang entgegen.

Gerade zu Beginn erinnert „Sweet Hollow“ stark an die aktuelle Denner/Shermann-Platte, aber auch an Cooper und den King – das lässt sich freilich nicht verleugnen. Je mehr man sich jedoch mit dem Them-Einstand beschäftigt, desto deutlicher tritt eine eigene Handschrift hervor. Eigendynamik, unbändige Power und leidenschaftlicher Biss werden zum Begleiter eines unterhaltsamen Metal-Hörspiels mit angenehmem Nostalgiefaktor und hoher Musikalität.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 30.09.2016
Erhältlich über: Empire Records (Soulfood Music)

Facebook: www.facebook.com/thembandofficial

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Category: Magazin, Reviews

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