King Diamond – Dreams Of Horror

| 4. November 2014 | 0 Comments

King Diamond

Seit seinem Herzinfarkt bezeichnet King Diamond jeden Tag, an dem er morgens aufwacht, als Triumph. Musikalisch hat sich der Däne mit seiner gleichnamigen Band King Diamond einiges vorgenommen. Immerhin steht 2015 das 30jährige Jubiläum auf dem Programm. Vorgefeiert wird bereits jetzt mit „Dreams Of Horror“. Auf dieser 2CD-Compilation – unterteilt in die Roadrunner-Jahre und in die Metal Blade-Jahre, hat die Band ihre Lieblinge zusammengestellt und komplett neu abgemischt; durch die Bank Tracks, die entweder bereits live aufgeführt worden sind oder demnächst auf die Bühne gebracht werden sollen.

Tracks aller zwölf Studioalben finden sich hier zusammen. Das ältere Material aus der Roadrunner-Ära der Band gibt es auf CD1. Mit dabei ist im Prinzip alles, was Rang und Namen hat, angefangen bei dem ursprünglich für Mercyful Fate gedachten „The Candle“. Das Epos ist nach wie vor Showcase einer Band, die drauf und dran war neue Wege einzuschlagen. Natürlich darf „Welcome Home“ mit seinem „Grandmaaaaaa!“-Schrei nicht fehlen, bestens bekannt aus „Clerks II“. Stilvoll auch der instrumentale Abschluss mit „Insanity“, vorweggenommen vom verkopften „Eye Of The Witch“. Ebenso finden sich mit „Black Horsemen“ und „At The Graves“ zwei der längsten King Diamond-Tracks.

Nicht minder spektakulär ist die Bandbreite der zweiten CD: vom Grammy-nominierten „Never Ending Hill“ über das abgedrehte „Voodoo“ hin zum hypnotisierenden „The Spider’s Lullabye“ mit herrlicher Alice Cooper-Referenz. Diamonds konzeptionelle Horrorshow brachte verschiedenste Perlen vor. „Black Devil“ wird von feistem Bassgeschrubbe durchzogen, dazu spielt Glen Drover hervorragende Leads. „Heads On The Wall“ mit seinen semi-balladesken Anteilen ist ein vergessenes Liebkind, während „The Puppet Master“ nach wie vor Angst einjagt.

Vor allem ist „Dreams Of Horror“ ein Siegeszug der Technik. Man muss Andy La Rocque zu seinem feinen Händchen gratulieren. Der Gitarrist, neben Diamond einziges verbliebenes Gründungsmitglieder, versteht es perfekt das Flair der jeweiligen Originale beizubehalten und doch neue Akzente zu setzen, neue Produktionsenergien freizusetzen, und somit aus totgebangt geglaubten Tracks das Maximum an Power und Esprit herauszuholen. Nicht nur für Diamond-Einsteiger ist diese Compilation essentiell: Zusammenstellung, Sound und Präsentation lassen jeden Fan mit der Zunge schnalzen.

Ohne Wertung

Erhältlich ab: 07.11.2014
Erhätlich über: Metal Blade (Sony Music)

Website: www.kingdiamondcoven.com
Facebook: www.facebook.com/kingdiamondofficial

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Category: Magazin, Reviews

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