WeaksaW – The Wretched Of The Earth

| 25. Mai 2016 | 0 Comments
WeaksaW

(c) Tony Avantia

In Frankreichs Metal-Underground brodelt es gewaltig. Case and point WeaksaW: Das Quintett aus Montpellier im Süden des Landes besteht zwar bereits seit 2008, nimmt aber erst jetzt so richtig Fahrt auf. Nach zwei Alben, auf denen ihr Sound konstant moderner, brachialer und düsterer wurde, schlug Lifeforce Records zu. Auf „The Wretched Of The Earth“ gehen die Franzosen nun deutlich direkter und fokussierter zu Werk, setzen gleichzeitig noch stärker auf beinahe gespenstische Atmosphäre.

Parallelen zu den prominenten Landsleuten Gojira sind stellenweise zu erkennen, bleiben aber bestenfalls angenehme Begleiterscheinung. Wenn beispielsweise „The Expressionless“ den Groove-Gummitwist anzieht, mit fiesen Vocals, einem Hauch von Meshuggah-Wucht und klaustropher Grundstimmung verbindet, schwingen vertraute Töne mit, aber eben nur am Rande. Auch das folgende „Storyteller“ hat bestens bekannte Elemente mit bissigen Uptempo-Attacken und beinahe Djent-artigen Gitarren zu bieten, lässt aber dennoch jene eigene Handschrift erkennen, die sich WeaksaW in den letzten acht Jahren hart erarbeitet haben.

Der erste Paukenschlag folgt bereits zu Beginn, wenn der Titeltrack „The Wretched Of The Earth“ mit abermaligem Meshuggah-Metal, beklemmender Melodik und brutalen Death-Metal-Salven steil geht. Etwas später dann die Krönung in Form des Zweiteilers „Zabveniye“. In gut acht Minuten vereinen die Franzosen sämtliche Qualitäten in ein begeisterndes Mammutwerk. Vor allem der zweite Teil mit hymnischen Gitarren, epischen Melodien und dichten Vocal-Mustern geht unter die Haut.

Auch wenn – wenig überraschend – nicht jeder Track dieses Standout-Niveau erreicht, so lohnt sich die Anschaffung von „The Wretched Of The Earth“ dennoch absolut. WeaksaW packen alles, was die moderne, extreme Metalschule Europas zu bieten hat, in ein kompaktes und doch ausladendes Powerhouse. Das unterhält von vorne bis hinten mit Druck, Cleverness und hörbarer Reife. Längst haben sich die Franzosen gefunden und liefern mit ihrem Lifeforce-Debüt den passenden, bissigen Sound für den düsteren Festival-Sommer.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 27.05.2016
Erhältlich über: Lifeforce Records (Soulfood Music)

Website: www.weaksaw.com
Facebook: www.facebook.com/WeaksaW

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Category: Magazin, Reviews

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