Crowbar – Symmetry In Black

| 22. Mai 2014 | 0 Comments

Crowbar

Nach seinem Ausstieg bei Down widmet sich Kirk Windstein nun voll und ganz den Sludge-Pionieren Crowbar, die dieses Jahr 25 werden. Dieses Jubiläum an sich wäre bereits Grund zu feiern, doch dabei belässt es das US-amerikanische Quartett nicht. „Symmetry In Black“ musste her, ein brandneues Album, kein lauer Geburtstagsaufguss, sondern zwölf neue, wütende Songs, die nahtlos an „Sever The Wicked Hand“ (2011) anknüpfen.

„Walk With Somebody Wisely“ eröffnet das zehnte Studioalbum so, wie man sich das erwartet: mit einem sumpfigen, schweren Gitarrenriff, für das Mastodon morden würden, sowie der martialisch groovenden Rhythmusabteilung, die Windsteins wütenden, stellenweise gar ätherischen Vocals die perfekte Basis bietet. Der Mann mit dem graumelierten Bart singt die Zeilen nicht etwa nur, er spuckt sie aus, möglichst weit von sich weg, möglichst in Hörerreichweite – ein Rezept, das im folgenden „Symmetry In White“ abermals aufgegriffen wird.

Die hier angedeuteten, etwas ruhigeren, geradezu doomigen Motive werden gen Album-Mitte intensiviert. Während „Amaranthine“ wie ein semi-balladeskes Zwischenspiel aus Klargesang und unverzerrter Gitarre auftritt, arbeitet „The Foreboding“ diese melancholischen, melodischen Klänge in das klassische Crowbar-Soundgerüst ein. Neu ist diese Herangehensweise für die Mannen aus New Orleans freilich nicht, selten gelang die Symbiose jedoch so gut.

Der Rest des Materials: unterhaltsam mit Ausschlägen nach oben (das sägende „Reflection Of Deceit“, das überraschend wütende „Symbolic Suicide“) und instrumentaler Tristesse zum Schluss („The Piety Of Self-Loathing“). Revolutionäres darf man sich nach all den Jahren freilich nicht erwarten von Crowbar, die nicht nur ihren Sound gefunden haben, sondern den von Generationen entscheidend mitprägten. Im Fall von „Symmetry In Black“ zeigt sich über weite Strecken, dass das Original eben immer noch am besten klingt. Darauf ein Geburtstagsprost.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 23.05.2014
Erhätlich über: Century Media (Universal Music)

Facebook: www.facebook.com/crowbarmusic

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Category: Magazin, Reviews

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