Devil You Know – The Beauty Of Destruction

| 23. Mai 2014 | 0 Comments

Devil You Know

Zwei Jahre nach seinem Ausstieg bei Killswitch Engage gibt es nun endlich wieder neues Ohrenfutter von Howard Jones. Francesco Artusato (All Shall Perish) und John Sankey (Fear Factory, Divine Heresy) haben Devil You Know im Jahre 2012 ins Leben gerufen. Neben Jones runden Ryan Wombacher (Bleeding Through) und Gitarrist Roy Lev-Ari das Line-Up ab. Die Zeichen, dass „The Beauty Of Destruction“ genug Anklang findet, stehen also mehr als gut.

Nicht ganz so derb wie All Shall Perish und nicht ganz so verspielt wie Killswitch Engage bieten die Jungs eine ausgewogene Mischung aus Brutalität, Melodie und Eingängigkeit. Ex-Machine Head Gitarrist Logan Mader (Fear Factory, Five Finger Death Punch, Gojira) hat den insesamt zwölf Songs einen fetten und rohen Sound verpasst, welcher der musikalischen Ausrichtung gut zu Gesicht steht. Mit dem groovenden Opener „A New Beginning“ gibt’s jedenfalls erst mal auf die Zwölf. Im folgenden „My Own“ zeigt Jones seinen Facettenreichtum und glänzt im Refrain mit imposanten, cleanen Vocals. Filigrane Gitarrenleads geben dem Song noch einen extra Schuss von Melodie.

„For The Dead And Broken“ gibt sich düster-rockig, ja fast schon radiofreundlich. So kommt der Track gänzlich ohne Growls, wahnwitzige Gitarrenläufe und rasendes Drumming aus. Bei „Seven Years Alone“ wird das Gaspedal glücklicherweise wieder gefunden und im Refrain darf dann wieder kollektiv mitgesungen werden. „It’s Over“ schippert einmal mehr in schleppend-düsteren Gewässern rum. Moderne Rocker wie „Crawl From The Dark“ und „I Am The Nothing” erinnern dezent an Bands wie Demon Hunter oder Five Finger Death Punch.

Abrissbirnen wie das brutale „A Mind Insane“ und „Shut It Down“, lassen dann wieder ordentlich die Metal-Keule schwingen. Die experimentellste Nummer haben sich die Burschen jedoch für den Schluss aufgehoben. „As Bright As The Darkness“ ist so dermaßen düster, dass die Nummer auch von Bands wie The 69 Eyes oder sogar Type O Negative (!) stammen hätte können.

Devil You Know haben ein grundsolides, modernes Metalalbum am Start, welches Anhänger von Machine Head, Killswitch Engage und Five Finger Death Punch zufriedenstellen sollte. Fans von Howard Jones kommen mit „The Beauty Of Destruction“ definitiv auf ihre Kosten, da der Kerl auch Seiten zeigt, die während seiner Killswitch Engage-Phase kaum zum Vorschein kamen. Für das nächste Album wäre nur zu wünschen, dass etwas weniger auf Mass-Appeal und mehr auf Eigenständigkeit gesetzt wird. Dass hier mehr als genug Potential vorhanden ist, muss man ja nicht zweimal sagen.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 25.04.2014
Erhältlich über: Nuclear Blast (Warner Music)

Facebook: www.facebook.com/Devilyouknowofficial

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Category: Magazin, Reviews

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