All Shall Perish – This Is Where It Ends

| 3. August 2011 | 0 Comments

All Shall Perish

Schlagzeuger weg, Gitarrist weg – bei All Shall Perish hat sich das Besetzungskarussell seit dem letzten Album „Awaken The Dreamers“ ordentlich gedreht. Die vakanten Stellen sind inzwischen wieder besetzt und die Band holt mit „This Is Where It Ends“ zum nächsten Schlag auf die Trommelfelle aus. Durchgehend heftig, aber immer von hoher Qualität stampft man sich deathcoremäßig durch knapp eine Stunde Spielzeit.

Der Opener „Divine Illusion“ zeigt gleich mal an, wie es auf dem Rest des Albums weitergehen wird: Der technisch hochkomplexe Songbeginn mit ultraschnellem Schlagzeug demonstriert eindrucksvoll, was die Band an den Instrumenten so drauf hat. Besonders der neue Drummer Adam Pierce verdient für seine Parts auf „This Is Where It Ends“ hohes Lob. Anders als die kürzlich an dieser Stelle besprochenen Genrekollegen Suicide Silence verlassen sich All Shall Perish aber nicht nur auf die brachiale Härte ihrer Musik, obwohl diese durchaus vorhanden ist.

Vielmehr zeugen die große Abwechslung innerhalb der Songstrukturen und ein Händchen für technische Spielereien von den Songwriterqualitäten der Band, die man bei anderen Vertretern des Deathcore schmerzlich vermisst. Der beste Beweis: All Shall Perish schaffen es, einen Song auf diesem Album unterzubringen, der die Sieben-Minuten-Grenze überschreitet und dennoch an keiner Stelle langweilig wird. „In This Life Of Pain“ beginnt mit einem Piano- / Streicher-Intro, bevor nach knapp zweieinhalb Minuten die normalen Instrumente wieder mitmischen. Dennoch wird auch für die Restdauer des Songs die dichte Atmosphäre des Beginns erhalten, ohne irgendwie kitschig zu wirken. Einmal dürfen im Hintergrund sogar kurz cleane Vocals erklingen, was für Bandverhältnisse doch etwas ungewöhnlich, aber passend wirkt.

Überhaupt ist die Bezeichnung Deathcore vielleicht in Bezug auf All Shall Perish etwas zu kurz gegriffen. Beispiele wie „In This Life Of Pain“ oder das anspruchsvolle „The Past Will Haunt Us Both“ zeigen auf, dass die Band die Fühler immer weiter auf andere Spielarten des Metal ausstreckt, und das ziemlich erfolgreich. Fazit: Mit „This Is Where It Ends“ melden sich die Jungs von All Shall Perish äußerst beeindruckend von einer dreijährigen Phase ohne neuem Album zurück.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 29.07.2011
Erhältlich über: Nuclear Blast (Warner Music)

Website: www.allshallperish.com
Myspace: www.myspace.com/allshallperish

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Category: Magazin, Reviews

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