Heart Of A Coward – Severance

| 28. Oktober 2013 | 0 Comments

Heart Of A Coward

Viel Schutt hier, etwas Asche da – knapp anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Hope And Hindrance“ melden sich Heart Of A Coward zurück, und das mit einem Plattenvertrag. Die britischen Metalcore-Hoffnungsträger um den ehemaligen Sylosis-Frontmann Jamie Graham sind bei Century Media untergekommen und packen, gestärkt von der gemeinsamen Tour mit Heights und Devil Sold His Soul, ein weiteres Mal den Schlagring aus. „Severance“ bietet mächtige Core-Action mit modernem Einschlag.

Nicht nur, dass Heart Of A Coward nahtlos an das starke Debüt anknüpfen, sie brettern locker darüber hinweg. Die Instrumente wurden unter Aufsicht von Acle Kahney (TesseracT) eingespielt, um die Vocal-Produktion kümmerte sich der ehemalige SikTh-Frontmann Justin Hill, der obendrein einige Zeilen zu „Distance“ beisteuerte. Besagter Song zählt, man mag es sich kaum vorstellen, mit seinem gesungenen Refrain zu den ruhigeren Momenten dieser Platte. Graham und Hill trällern, eingebettet in ein groovelastiges Arrangement mit Djent-Riffs und druckvollem Architects-Auftreten, verhältnismäßig hoffnungsvoll wirkende Zeilen, die gegen den Sturm ankämpfen.

Viel typischer für dieses Album ist jedoch ein Song wie der Opener „Monstro“, der seinem Namen alle Ehre macht. Ohne Rücksicht auf Verluste peitschen sich die fünf Musiker gegenseitig zu Höchstleistungen an und lärmen durch dreieinhalb technisch anspruchsvolle, leicht kaputte Minuten, die in etwa illustrieren, wie sich das Fear Factory-Riffing durch den bereits erwähnten Architects-Einfluss weiterentwickelt hat. Zu den weiteren Highlights dieser Platte zählen „Psychophant“, für das Scott Kennedy (Bleed From Within) einen Part geschrieben hat, die verhältnismäßig melodische Video-Auskopplung „Deadweight“ oder „Severance“, der knapp sechs Minuten lange Rausschmeißer mit futuristischen Synthi-Klängen, epischem Aufbau und proggigen Riffs, die perfekt zum Klargesang passen.

Über weite Strecken brettert „Severance“ durch die Lande, setzt auf technisch anspruchsvolle Gitarren und infernale Shouts, steht stellvertretend für den verspielten Hardcore- / Metalcore-Sound der jungen britischen Garde. Abwechslung steht nicht immer an bester Stelle, die Dynamik stimmt jedoch: Heart Of A Coward beißen sich auf ihrem zweiten Album fest und lassen erst dann wieder los, wenn die Repeat-Taste gedrückt wurde. Widerstand ist zwecklos.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 01.11.2013
Erhätlich über: Century Media (Universal Music)

Facebook: www.facebook.com/heartofacoward

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Category: Magazin, Reviews

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