Days Of Loss – Life Is Decay

| 27. Januar 2010 | 0 Comments

Days Of Loss

Bumm, Zack, was ist denn da kaputt? Wie aus dem Nichts kracht das neue Album von Days Of Loss durch das Unterholz und hinterlässt bleibenden Eindruck. Zugegeben, so richtig hatte man die Wiener nicht auf dem Radar – der bisherige Output war zwar gutklassig, ist aber nur selten hängen geblieben. Umso brachialer hallt hingegen „Life Is Decay“ nach.

Über ein kurzes Intro, das die Tracklist komplett auf den Kopf stellt, geht es mit Vollgas durch „Unavoidable Obliteration“, das sich deutlich auf die moderne skandinavische Death Metal-Schule stützt. Besonders der Titeltrack „Life Is Decay“ mit seinem martialischen Instrumental-Teil und die herausfordernde Nackenwirbel-Übung „Falling Down“ sind ein Fest für Chiropraktiker.

In „Immortal“ scheint das Quartett um Growl-Meister Benjamin Pauswek Amon Amarth mächtig Tribut zu zollen, aber auch Heaven Shall Burn und natürlich der eingangs gesampelte Film „300“ dürfen im Mix nicht fehlen – mit Sicherheit das Herzstück dieser Platte, während „Live To Suffer“ mal eben ein paar At The Gates-Fans auf seine Seite zieht.

Wäre da nicht das klobrige „Godlike Betrayal“ – unsauberer Übergang, etwas statisch arrangiert – man könnte durchaus von einem perfekten Album sprechen. Andererseits ist es angenehm sympathisch, dass „Life Is Decay“ seinen kleinen Schönheitsfleck hat. Wie Cindy Crawford. Verdammt starkes Teil, ein Highlight aus heimischen Landen.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 15.01.2010
Erhältlich über: Terrasound Records

Facebook: www.facebook.com/daysofloss

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Category: Local Bands, Magazin, Reviews

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