Insomnium – Winter’s Gate

| 20. September 2016 | 0 Comments
Insomnium

(c) Jussi Ratilainen

Vor knapp zehn Jahren schrieb Insomnium-Sänger/Bassist Niilo Sevänen eine Kurzgeschichte über ein fantastisches Vikingerabenteuer unweit von Irland. Diese wurde vielfach prämiert und landete erst einmal in der Schublade – bis heute. Für den Nachfolger von „Shadows Of Dying Sun“ vertonen die Finnen eben jene narrative Tour de Force mit einem gewaltigen, exakt 40 Minuten langen Song. „Winter’s Gate“ mutiert zur faszinierenden Mammutaufgabe und kompletten Ausreizung des musikalischen Repertoires des Quartetts.

Wie abwechslungsreich diese Platte ist, deutet sich bereits in den ersten Minuten an. Nach einem stillen, nachdenklichen Intro packen Insomnium den Dampfhammer aus und kreuzen die Klingen mit Viking- und Black Metal. Eben jene Melancholie, die so typisch für den Sound der Finnen ist, bleibt stets präsent und geleitet, einem roten Faden gleich, durch diese spektakulären 40 Minuten. Melodischer Todesstrahl mit einer gewissen Düsternis flammt immer wieder auf – der typische Bandsound, getragen von beinahe symphonisch anmutenden Elementen und roher Gewalt.

Das Hin- und Herwogen der Erzählung lässt sich musikalisch hervorragend nachempfinden. Zahlreiche Zäsuren und grell funkelnde Parts lockern nicht nur auf, sie verleihen „Winter’s Gate“ eine ganz besondere Aura. Gen 20-Minuten-Marke deutet sich sogar klarer Gesang an, der angesichts gedoppelter Harmonien ein wenig an Stoner- und Prog-Giganten erinnert, dennoch zu keiner Zeit den Insomnium-Mikrokosmos verlässt. Ellenlange Gitarrensoli, plötzliches Innehalten und ein wuchtiges, monumentales Finale geleiten zum minimalistischen Outro.

„Winter’s Gate“ ist ohne Zweifel das bisherige Meisterstück des finnischen Quartetts. Nur wenige Bands können Single-Song-Abenteuer so spannend, abwechslungsreich und zu keiner Zeit langweilig gestalten. Insomnium gelingt das mit beeindruckender Leichtigkeit. Reich an Details und Tiefgang, lässt sich das Album, je nach Auflage, mit beigepacktem Hörbuch (auf Finnisch, Englisch und Deutsch) sowie der abgedruckten Geschichte im Booklet erstehen. An dieser Platte müssen sich Insomnium künftig messen lassen.

Wertung: 9/10

Erhältlich ab: 23.09.2016
Erhältlich über: Century Media (Sony Music)

Website: www.insomnium.net
Facebook: www.facebook.com/insomniumofficial

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Category: Magazin, Reviews

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