Pantheon I – From The Abyss They Rise

| 13. August 2014 | 0 Comments

Pantheon I

Fünf Jahre nach der Veröffentlichung ihres eindrucksvollen dritten Albums „Worlds I Create“ melden sich Pantheon I zurück mit einer Platte, die auf eine Zeitreise entführen soll. Die norwegischen Spezialisten für extremen und melancholischen Metal brechen damit ihre lange Periode des Schweigens und besinnen sich nur nur auf (unfreiwillig?) komische Bandfotos: „From The Abyss They Rise“ beginnt mit verschiedenen EP-Aufnahmen jüngeren Datums und reist zurück bis hin zu den ersten Demos des Sextetts.

Eine ganze Dekade Pantheon I wird hier verwurstet, wobei sich die besten Momente gleich zu Beginn abspielen: neues Material, aufgenommen für verschiedene EPs. Die Norweger toben sich entsprechend aus mit dem wuchtigen „Pariah“, das nach einem etwas verqueren Akustik-Auftakt schnell auf geregelte Bahnen führt. Klirrend kalter Black Metal und potentiell getriggerte Drums treffen auf melancholische Melodien und Kvebeks Gekeife. Der Klargesang, zumindest bei den neueren Tracks, kommt vom ehemaligen Absu-Gitarristen Aethyris McKay – mindestens so bezaubernd wie das schwerfällige, bewegende Cello von Live Julianne.

Durch die Bank überzeugt das jüngere Material: das rasend schnelle, aggressive „Martyr“ und das nachdenkliche „What Lies Beneath“ lassen kaum Wünsche offen. Je länger das Album dauert, desto eklatanter werden nicht nur die Unterschiede in punkto Produktion. „Thus Spake The Nightspirit“ oder „Is This A Prophecy?“ zeugen von einer Band, die auf der Suche nach sich selbst war, die ein wenig Paradise Lost mit Dimmu Borgir und Mayhem vermengte. Dass sich gerade bei den früheren Demos so manch interessante Idee („Impious Spirit“), wohl aber auch der eine oder andere echte Stinker („Enter The Pantheon“, „Myopic Dark Eyes“) eingeschlichen haben – geschenkt.

Letztlich ist „From The Abyss They Rise“ ein nicht unerwartet schwieriges Album geworden, weil das Gefälle letztlich doch zu groß, vielleicht sogar ein wenig abschreckend geworden ist. Das frühere Material funktioniert entweder perfekt oder langweilt zu Tode, speziell wenn klarer Gesang eingesetzt wird. Mit den aktuellsten Aufnahmen lassen Pantheon I dafür auf eine weitere große Platte im Stile von „Worlds I Create“ hoffen, auf ein weiteres Monster, eine Höllenbrut an Dynamik, Extremen, Weltschmerz und dezenter Absu-Färbung.

Wertung: 7/10

Erhältlich ab: 14.08.2014
Erhätlich über: Non Serviam Records

Website: www.pantheon-i.com
Facebook: www.facebook.com/pantheoni

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Category: Magazin, Reviews

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