Karma To Burn – Arch Stanton

| 11. August 2014 | 0 Comments

Karma To Burn

Wenn Karma To Burn auf den Plan treten, sind Turbulenzen meist nicht zu weit entfernt. Die mittlerweile wieder aufgelöste Fusion mit Year Long Disaster und den Teilzeit-Einsatz von Vocals auf „V“ hat nur Gitarrist und Gründungsmitglied William Mecum überstanden. Drummer Rob Oswald beendete 2012 seine Musikkarriere und wurde durch Evan Devine ersetzt, für den im vergangenen Jahr ausgestiegenen Bassisten Rich Mullins ist nun „Irish“ Rob Halkett von The Exploited an Bord. Auf dem mittlerweile sechsten Studioalbum „Arch Stanton“ besinnt sich das internationale Trio auf seine Wurzeln.

Keine Vocals, kein Firlefanz – nur instrumentaler Stoner Rock, inspiriert durch Sergio Leones Klassiker „Zwei glorreiche Halunken“ (der Name „Arch Stanton“ befindet sich auf dem Grab, in dem der Schatz vergraben ist). Unter den acht Songs befindet sich auch ein echter Klassiker, der bislang das Tageslicht nicht erblickte – „23“ wurde nie zuvor performt oder aufgenommen. Der druckvolle, verspielte Track mit kleineren Wendungen und einer fiesen, beinahe metallischen Portion Wüstenstaub klingt alles andere als alt, fügt sich bestens in das Gesamtbild ein.

Diese nahtlose Einarbeitung spricht nicht nur für den Song an sich, es ist auch ein klares Zeichen dafür, dass sich Karma To Burn wieder verstärkt auf ihre Wurzeln zurückbesinnen mit dem übrigen Material, das furztrocken, druckvoll, stellenweise sympathisch verspielt aus den Boxen dröhnt. „53“ mit seinem markanten Riff, einer Prise Melodie und herrlich federnden Drums ist eines dieser Highlight, dynamisch vorgetragen, bissig und stets gefährlich. Die beiden Neuzugänge fügen sich bestens ein, die Rhythmusabteilung hat nichts an ihrem Wahnwitz verloren.

Wie so oft macht auch „Arch Stanton“ in seiner Gesamtheit Druck, groovt und bäumt sich gewaltig auf, lässt kaum schwache Momente erkennen, setzt allerdings auch selten die ganz großen Glanzlichter – auch ein Phänomen, wie es kaum typischer für Karma To Burn sein könnte. Tragisch? Ganz und gar nicht, denn zwischen manischen Stoner-Grooves, aggressiven, beinahe thrashigen Attracken mit Hardcore-Einschlag und der ganz feinen Klinge zeigt diese Platte vor allem, dass Mecum und Konsorten von den Rückschlägen der letzten Jahre unbeeindruckt geblieben sind – dieser Fakt alleine will gefeiert werden.

Wertung: 8/10

Erhältlich ab: 15.08.2014
Erhätlich über: FABA / Deepdive Records (H’art)

Website: www.k2burn.net
Facebook: www.facebook.com/pages/Karma-To-Burn/118432638215095

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Category: Magazin, Reviews

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